Band 
Dritter Theil.
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nahm man die Sache nicht leicht. Die Katholiken derSchweiz wurden durch ein Kreisschreiben aufgefordert,für das Heil ihrer Seelen und dasjenige der Kirche zusorgen, Solothurn und Freiburg eingeladen, sich den For-derungen des goldenen Bundes gemäß in Bereitschaft zuhalten, auch Wallis benachrichtigt. Uri übernahm es, dieGraubündner um Hülfe zu mahnen "); auch eine Zuschriftan den Kaiser Joseph I. ward vorgelegt. Dieser seiner-seits warnte Zürich und Bern vor jeder Begünstigungder Empörung, die ihn nöthigen würde, seinem Vasallen,dem Abte von St. Gallen , die für Erhaltung seines Tocken-burgischen Reichslehens nöthige Hülfe zu leisten. Einöstreichisches Kürassierregiment rückte ins Wallgau vor.

Die beiden Städte, denen der Zustand Europa's wohlbekannt war, schlugen die Drohungen des Wienerhofesnicht höher an, als sie verdienten; bemühten sich indessen,den Kaiser auf andere Gedanken zu bringen. Der Grafvon Mercy rüstete sich damals gerade, über den Rhein zugehen, um in die Freigrafschaft einzudringen. Saint-Sa-phorin, der aus Piemont zurückkehrte, wo er den Marschdes Generals Dhaun gegen Savoyen zu beschleunigen ge-gesucht hatte, eilte nach Wien "). Dort machte er aufdie Begünstigung der Sache der Allirten durch die re-formirten Kantone aufmerksam, er erinnerte an ihre Ver-theidigung der östreichischen Waldstädte, den Schutz vonLindau und Konstanz , und wies nach, wie thöricht eswäre, dieselben zu nöthigen, sich Frankreich in die Armezu werfen"). Der General Erlach") und der Oberst

74) Dieselben boten ihre Vermittlung an.

75) So eben hatte er vom Kaiser die Bewilligung erhalten, als Ab-geordneter Berns, und zugleich als heimlicher Unterhändler fürOestreich, nach dem Haag abzugehen.

76) Zürich und Bern halten die Neutralitätsanträge des schwäbischenund fränkischen Kreises verworfen; sie hatten sich Mühe gegeben.