Band 
Dritter Theil.
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auf ihn. Auf die neu gewonnene Anhänglichkeit dersel-ben, sowie auf des Kaisers Beistand sich verlassend, ließder Abt plötzlich die Schlösser Zberg, Schwarzenbach,Lütisburg, und die Klöster St. Johann und Magdenau besetzen. Die Tockenburger aber eilten unter die Waffen.

Die eidgenössischen Abgeordneten zur Tagsatzung, diedamals gerade zur Bewillkommung des neuen französischen Botschafters, Grafen Dü Luc, sich in Solothurn befan-den, beschleunigten ihr Eintreffen in Baden zum Versucheiner neuen Vermittlung^'). Die katholischen Stände,die einsahen, daß sie weder auf Frankreichs noch des Kai-sers Beistand rechnen können, sagten sich den Vorschlägenzur Bildung eines Schiedsgerichtes und ernannten ihrer-seits dazu die Abgeordneten Luzerns , Dürler und Flecken-stein; diejenigen von Uri Schmidt und Püntiner und diezwei Besenvals von Solothurn . Die Reformirten wähl-ten Escher und Holzhalb von Zürich , Willading und Tschar-ner von Bern und die zwei Burkharde, Abgeordnete vonBasel . Diese Schiedsrichter wurden nach alter eidgenös-sischer Uebung des ihren Kantonen geleisteten Eides ent-bunden^). Die Verhandlungen nahmen mit den Vortrügenbeiderseitigen Sachwalter ihren Anfang. Im Namen desAbtes erschienen der Baron von Ringk und der Land-schreiber Püntiner, von der andern Seite sechs Tocken-burger, ungebildete Landleute, unter dem Beistande indes-sen eines Zürichers, Ulrich Nabholz. Diesen Mann, derdas Schusterhandwerk erlernt hatte, dann Soldat gewor-den und als ertappter Deserteur nur mit Noth der Lo-schest von Konstanz, der Abt von Fischingen , Dürler und derLandamman» von Uri, ihn für die katholische Sache zu gewinne».

81) 29. Mai 1709.

82) Die übrigen Abgeordneten blieben, um je nach dem AuSgange desSchiedsgerichtes das Nöthige zu verfügen.