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ken, allein zurückgeblieben, fällten nun den Spruch, daßdie Tockenburger die Souveränität des Abtes von St.Gallen anerkennen sollen, sie aber es über sich nehmen wer-den, über Aufrechthaltung ihrer Freiheiten zu wachen. 2mAuftrage der Städte verfaßte nun Nabholz eine eben soklare als beredte Darstellung der Rechte seiner Klienten^).
Unterdessen blieben in den Tockenburgischen SchlössernMische Besatzungen. Monat an Monat entschwand; um-sonst harrten die Tockenburger auf deren Abzug, der vonder Tagsatzung war gefordert worden. Endlich beschlos-sen sie im Einverständnis mit Zürich und Bern dieselbenwegzunehmen. Den 3. März 1710 wurde die Mannschaftim Schlafe überfallen. Nur die Landvögtin Schornoleistete in 2berg einigen Widerstand. Die Gefangnen muß-ten schwören, das Thal für immer zu verlassen, und wur-den dann frei gegeben. Die Tockenburger legten nunihrerseits einige Besatzung in die Schlösser und Klöster,traten dann in ihrer Landsgemeine zusammen, bestätigtenalle ihre frühern Beschlüsse und vorzüglich denjenigen,welcher die Religionsfreiheit betraf. Die Abgeordneten
85) „Gründlicher und wahrhafter Entwurf" u. s. w. — Der Land-schreiber Püntiner suchte denselben zu widerlegen. Zahlreiche Flug-schriften. — Dü Lüc schrieb: „Wir dürften unsere langbärtigenschweizerischen Freunde bald unter Waffen sehen. Die Religions-parteien sind in wahrhaft unverständigen Zwist gerathen. Ichhabe soviel als möglich Frieden gepredigt, aber mir geht ebendie apostolische Salbung ab." Er räth zu einer Unternehmunggegen die östreichischen Waldstädte. „Die Katholiken würden sichuns enger anschließen, die Neformirten einsehen, daß Frankreich noch immer zu fürchten sei." 22. November. „Versailles — fügteer bei — hat nicht die beßten Franzose». Franz I. hatte inMadrid mehr Muth, als wir gegenwärtig nicht haben. Wir soll-ten von der katholischen Schweiz ein Vorbild nehmen, die lieberuntergehen, als ihre Ehre preisgeben will."