Band 
Dritter Theil.
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thun gehabt. Bern nahm indessen endlich die Sprachedes Herrschers an und zwang den Bischof, eine Ueberein-kunft zu unterzeichnen, in Folge deren der katholische Got-tesdienst in demjenigen Theile des Thales, der über demFelsenthore lag, untersagt ward ^). So ging es auch beiden Tagsatzungen. Zürich verweigerte den Abgeordnetendes Abtes von St. Gallen das Recht, an den Tagsatzun-gen Theil zu nehmen, bis ihr Gebieter auf seine Verbin-dung mit dem Kaiser Verzicht geleistet. Die Versamm-lung der Stellvertreter der Nation schied sich in zweifeindliche Parteien, von denen jede sich durch Verbündetezu verstärken suchte. Basel und Schaffhausen gehörtender Religion nach den Vororten zu. Eifersucht zog siemehr auf Seite der Katholischen . Der Gesandte vonAußerrhoden, Zellweger, bot Zürich und Bern Beistandan, jedoch nur auf den Fall eines Mißgeschicks. Die StadtSt. Gallen , von äbtischem Gebiet ganz umgeben, mußteneutral bleiben. Viel, Neuchatel, Genf sagten ihre Hülfezu. Unter allgemeiner Verwirrung trennten sich die Ab-geordneten. Sie eilten nach Hause, den eigenen Kriegs-eifer denjenigen, die sie gesendet hatten, mitzutheilen"").

Dennoch fand selbst in Bern die Kriegspartei noch bedeu-

99) Der Bischvf hatte sich anheischig gemacht, 20,000 Thaler Strafezu bezahlen, wenn durch seine Schuld diese Verbündeten Berns inihren Freiheiten oder ihrem Glauben angefochten werden. AlsHypothek für diese Summe diente der über dem Felsenthore ge-legene Theil des Thales. Uebereinkunft von Aarberg , 9. Juli1711. — „Schnorf bedient sich des Bischofs, mich aufzuziehn.Man macht mir Vorschläge; dann kommt der Kurfürst von derPfalz und bietet sich als Vermittler an. Der Bischof vergißtganz sein Abhängigkeitsverhältniß von meinem Herrn, dem Kö-nige." Dü Lüc an Bereitn 18. Juni 1711.

1V0) Tagsatznng von 1KI1. — Diarium DeoilogarH. — Meier VonSchauensee, 37. — Meier v. Knonau, 183. — Nabholz. —^eta loggies.