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Sicherheit diejenigen Maaßregeln treffen zu können, dieerforderlich waren, ihnen den Sieg zuzuwenden. Fanati-sche Prediger vermehrten noch die Verwirrung. Es ko-stete den Bürgermeister Esther '<") zu Zürich so vieleMühe, die erbitterten Gemüther darnieder zu halten, alsWillading in Bern seine Leute zu kräftigen Entschlüssenzu stimmen. Die Häupter aber beider Republiken ver-ständigten sich gegenseitig. Sie entwarfen einen Kriegs-plan. Nach seiner Rückkehr schrieb Willading an Esther"^):„Es wäre gut, wenn die Tockenburger irgend ein unschul-diges Mittel finden könnten, den Abt zu reizen, doch soll-ten sie dann vorher den zwei Ständen davon Kenntnißgeben."
II. Das war die Lage der Eidgenossenschaft im An-fange des Jahrs 1712; alle Versöhnungsmittel erschöpft.Die Reformirten wollten den Krieg; die Katholischen sahen ihrHeil in demselben'^). Der Abt, so sehr er auch den
107) Erwählt zum Bürgermeister 13. April 1711.
108) Im September 1711.
10g) „Es handelt sich um das Heil der katholischen Schweiz ; empfehlenSie ihnen, zusammenzuhalten. Ich würde gerne den Abt wissenlassen, daß er wohlthäte, den Kaiser auf die Verbindungen derzwei Städte mit den protestantischen Staaten aufmerksam zumachen, daß es noth thue, zu verhindern, daß das TockenburgischeReichslehen nicht auf immer verloren sei." Dü Lüc, 10. Febr.„Bin ich Herr im Mailändischen, so bin ich es auch in den fünfKantonen." Derselbe, 12 Febr. Die Gefangennahme des Priorsvon Bendome im Maßnersche» Handel steigerte die Erbitterung.Der König schrieb den 28. April an Dü Lüc: „Ich kenne dasschlechte Benehmen des AbteS. Er würde ungern meine Ver-mittlung annehmen. Das Beßte, was Sie thun können, ist, dieKantone zur Eintracht zu ermähnen. Ich bin überzeugt, derWienerhof würde sehr gerne die Verwirrung in der Schweiz be-nutzen, um dem Erzherzog den Paß durch dieselbe zu öffnen, be-merke übrigens mit Vergnüge», daß die Kantone nicht darandenken, ihre Truppen aus meinem Dienste zurückzuziehen." Nichts