Band 
Dritter Theil.
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Krieg fürchtete, wurde dennoch zur Eröffnung desselbengedrungen. 2m Tockenburg herrschte große Verwirrung.Das Volk hotte das Zoch seines Fürsten abgeschüttelt,aber nur um sein eigener Tyrann zu werden. JedesDorf vertheidigte seine Rechte gegen diejenigen der Ge-sammtheit. Alle beklagten sich über die neue Regierungund versagten ihren eigenen konstitutionellen Behördenden Gehorsam. Derb und übermüthig fragten einigeNabholz, ob Zürich und Bern denn glauben das Tocken-burg unterworfen zu haben und er etwa sich einbilde, ihrLandvogt zu sein? Zn der That sah Nabholz sich zurEntfernung veranlaßt, doch kehrte er bald mit einem Be-glaubigungsschreiben der Rathe von Zürich und Bern zu-rück"") und nahm die für den Augenblick Verlorne Auto-rität wieder an sich. Der große Rath, auf zweihundertund vierzig Mitglieder erweitert, versammelte sich von ihmeinberufen und ordnete das Nöthige zu Vertheidigung desLandes an. Auf das Eigenthum des Abtes wurde Be-schlag gelegt"') und eine Steuer zu Bezahlung der Mi-lizen erhoben. Die Herzen schlugen voll Hoffnung derUnabhängigkeit"?). Doch war bei den Katholischen (mitAusnahme derjenigen, die stets an der Sache der Regie-rung festgehalten hatten) die Hoffnung, der die Reformir-ten sich freudig Hingaben, mit Schmerz gemischt. DieseStimmung benutzten über das Osterfest die Geistlichen,

desto weniger waltete der Verdacht, der Ve.saillerhvf habe, umzu verhinvern, daß Zürich und Bern seine,, Feinden sich anschlie-ßen, den Krieg von 1712 angefacht. I. Müller, Allg. Gesch.XX. 22 — 25. — Oeuvres poslkumos ele Ikreaerie II. I. 80.

110) Seit dem Tode des Bürgermeisters Heinrich E'scher (1710) er-freute sich kein Züricher eines solchen Credits in Bern wie Nabholz.

111) Mit Zustimmung von Zürich und Bern .

112) Meier von Schauensee, 17. — Meier von Knonau, 164. —v. Arr, 433.