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das Volk zur Aussöhnung mit dem Abte zu bewegen. Inder That sendeten Kirchberg , Lütisburg, Bütschwyl, Zon-schwyl, Henau , Niederglatt und Magdenau Unterwerfungs-akten ein. Ihrem Beispiele folgte das ebenfalls katholi-sche Mosnang nicht, weil dessen Pfarrer, der Pater De-metrius, die Freiheit liebte. Obgleich der Abt sich wohlhütete, den zwei Städten keinen Anlaß zu geben, ihn an-zugreifen, konnte er doch Unterthanen, die ihm die Rück-kehr zum Gehorsam anboten, nicht abweisen. Er schickteeinige Beauftragte nach Wyl, um diese getreuen Gemein-den zu beeidigen und ihnen Beistand anzubieten'").
Sogleich griffen Nabholz, German und das ganzeobere Tockenburg zu den Waffen. Die großen Glockenwurden zum Sturmgeläute in Stand gesetzt. ErneuerteKampfeslust bemächtigte sich dieser Bauern, die, einSpielball der Politik, so oft von Unverschämtheit zumKleinmut!), von Anmaßung zur Furcht übergegangen waren.„Jetzt heißt es brechen, oder sich biegen," rief Rüdlinger,der hitzigste unter ihren Führern. Sie erließen ihrKriegsmanifest, nahmen ihre Geistlichen gefangen, undstürzten sich mit dem Geschrei: „Sieg oder Tod!"'")einer Lawine gleich, den 13. April 1712 auf das untereTockenburg. Der Abt rief eilig die fünf Kantone zu Hülfe.„Morgen," antwortete vor allen Schwyz , „bricht unserBanner auf." Der Nuntius sprach den Bann aus überGerman und seine Genossen'"). Der Bischof von Kon-stanz forderte den schwäbischen Kreis auf, Truppen gegen
113) Nabholz. — Diarium l.so6exar!i. - Schreiben vom 2. Aprilin den ^cla Lo^gioa.
114) Nabholz. — Dnmont VII. 1. 280. 303. — Meier von Schauen-see, 51.
115) Wie diese, übergab er auch alle andern, welche Hände an Prie-ster legen würden, dem Satan.