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die Schweizergränze anrücken zu lassen. DreitausendZürcher brachen unter Bodmers Oberbefehl auf'").
Zehn Tage vorher hatte Zürich noch eine Tagsatzungnach Baden einberufen'"), zu Berathungen veranlaßtdurch die Friedensverhandlungen der großen Mächte zuUtrecht . Als der Präsident auch die Angelegenheiten desTockenburgs zur Sprache bringen wollte, begnügten sichdie Abgeordneten der katholischen Orte mit bitterm Lä-cheln zu antworten, sie seien nicht instruirt. Schwyz hatte alle wahren Eidgenossen eingeladen, für das Rechtzu den Waffen zu greifen, und ebenso hatten auch diezwei Städte ihr Ultimatum eingereicht. Die Abgeordne-ten der fünf Orte nahmen dieses für eine Kriegserklä-rung und verließen, ohne auf die Stimme derjenigen vonBasel'") und des französischen Gesandten zu hören, diealles anwendeten, sie zurückzuhalten, sogleich die Tag-satzung. So blieben die Stellvertreter der Vororte alleinübrig, welche nun auch die entscheidenden Maßregeln ein-leiteten. Bonstetten verfügte sich als BevollmächtigterBerns nach Zürich , Zohann Kaspar Esther als derjenigeZürichs nach Bern'"). Von den Alpen zum Rheine hörteman die Trommeln, rüstete sich das Volk.
Noch wurde indessen den Freunden des Friedens für
11K) Aus keiner andern Absicht, wie ihr Manifest lautete, als um denFrieden im Tockenburg herzustellen. Zu allen Zeiten wurde nachdieses behauptet.
117) 3. April. — Eine Conferenz der fünf Orte hatte den 7. März inLnzern stattgefunden.
118) Die zwei Burkharde.
118) Der Zürcherische Botschafter, ein gemäßigter Mann, wie derverstorbene Bürgermeister Heinrich Esther und sein NachfolgerI. I. Escher, wurde in Bern von zahlreichen Geistlichen undLaien, den Schultheißen Graffenried an ihrer Spitze, mit derFrage bedrängt, ob der Krieg auch gerecht sei? Es gelang ihm,sie davon zu überzeugen. Meier v. Knonau, II. 173. — Briefe.