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versöhnende Bemühungen eine letzte Frist eingeräumt.Der Seckelmeister Steiger und Herr von Mai von Schöft-land begaben sich nach Luzern . Dort stand nicht mehrder Schultheiß Dürler an der Spitze der Regierung;den Anstrengungen erliegend, war derselbe irre geworden.Zwei wackere Männer von milder Gesinnung, die Schult-heißen Schwyzer und Amrhyn, empfingen die Abgeordnetenund stellten sie dem großen Rathe vor'^°). „Der Gottdes Friedens," sagten die Berner, „sei unser Zeuge, daßuns alles an Fortsetzung der Unterhandlungen gelegen ist.Wir halten es sür heilige Pflicht, dieselben wo möglichin freundschaftlicher Weise zu beendigen. Es handelt sichweder um Religion, noch um Eroberungen; wir wollenweder euern Glauben angreifen, noch den Abt von St.Gallen berauben. Die Freiheiten der Tockenburger auf-recht zu halten, das allein ist unsere Pflicht. Bern hatUnterthanen, die in Civil- und Kriminal-Sachen ihreeigenen Richter sind, dennoch ist es souveraine Herrscherinüber dieselben, warum sollte dieses Verhältniß nicht an-derswo ebenfalls möglich sein?" — „Gerne hören wir aufFriedensworte," erwiderten die Luzerner , „besonders wennsie von der That begleitet sind. Sobald wir sehen, daßihr die Waffen niederlegt, werden wir glauben, daß eseuch mit dem Wunsche eidgenössischer Vermittlung Ernstsei." Während aber dieses im Saale vorging, gingenvierhundert Luzerner nach Schwyz ab'?') und wurdenunter gewaltigem Lärm fünfunddreißig Kanonen aus demZeughause aufgefahren. Auch aus den fünf Orten hatten
120) Zürich hatte einen Kanzleibeamten nach Luzern geschickt. AmTage vorher, 17. Mai, war bei einer Conferenz zu Brunnen eineErklärung gegen Zürich und Bern entworfen worden, welche die-selben einlud, sich dem eidgenössischen Rechte zu unterwerfen.
121) Luzern rief dieselben, als es Schwyz unthätig sah, den 21. zurück.