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sich zwei Abgeordnete, Utiger und Sonnenberg, nach Bern begeben. Sie fragten daselbst, ob denn, während alleMächte sich verständigen, es weise sei, wenn die Eidge-nossen einem Mönche und dessen rebellischen Unterthanenzu liebe, sich gegenseitig zerfleischen; ob es nicht besserwäre, sich zu vereinigen, um jene auf eigene Kosten zuzwingen, zur Vernunft zurückzukehren'^). Allein Bern wies auf sein zu Baden schon vorgelegtes Ultimatum hin.Auch hier sah Sonnenberg bei der Abreise eine gewaltigeArtillerie vor dem Zeughause aufgefahren.
Bern hatte den Venner Drucker mit dem Verlangenzu beobachtender Neutralität und der Bewilligung desDurchpasses für seine Milizen nach Freiburg abgeschickt.Die entschiedene Sprache des Venners und der Einflußdes Schultheißen Fegueli hielten die dortige kriegslustigePartei, an deren Spitze der Statthalter Fivaz stand, imZaume Die Mannschaft der von Bern und Freiburg gemeinsam beherrschten Landvogteien Tscherlitz und Mur-ten folgten der rothen und schwarzen Fahne. SolothurnsPolitik war schwankend wie diejenige Freiburgs. Bern
122) Dasselbe schrieb Sonnenberg aus Muri a» den Obersten Wat-tenwyl.
123) Bern hatte seinen Milizen Befehl ertheilt, durchzupassiren, auchwenn man ihnen die Erlaubniß dazu versagen würde; Dü Lücseinen Secretair Lamariinivre nach Freiburg geschickt.
124) Eine Partei in Solothurn neigte sich zu den zwei Städten hin.Du Lüc verlangte vom König, er möchte ein Bataillon nachSolothurn schicken, um die Neformirten zu hindern, nicht ihrer-seits Besitz von der Stadt zu nehmen. Der König antwortete:„Ich glaube kaum, daß Solothurn französische Truppen verlangt.Ein Bataillon würde wenig helfen und gegen die Aufnahme einerstarkem Zahl Fremder sich höchst wahrscheinlich noch größererWiderstand zeigen. Es wäre gegen mein eigenes Interesse, Par-tei zu nehmen, und. könnte auch von den nachtheiligsten Folgensein." 28. April. Hierauf schrieb Dü Lüc: „Ich habe keine