Band 
Dritter Theil.
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gerückt, sie hätten sich Badens, Mellingens und Brem-gartens bemächtigt. So kamen ihnen die fünf Ortezuvor.

Zn den Waldstätten war alles in Bewegung. Vom20. April an begannen die Luzerner , in fünf Brigadengetheilt, im Entlibuch, bei Surfte, bei Willisau, bei Mün-ster und Muri sich aufzustellen. Auch die Bevölkerung derfreien Aemter und die Zuger hatten bei der Annäherungvon dreitausend Zürichern unter dem Generalquarttermei-sier Ziegler zu den Waffen gegriffen. Die Schwyzer nah-men, nachdem sie sich der heiligen Zungfrau und allemhimmlischen Heer empfohlen, in Verbindung mit ihrenlieben alten Eidgenossen von Uri '^) und Unterwaldenan der zürcherischen Gränze ihre Stellung ein. TausendWalliser '^) und neunhundert Mann aus dem Liviner-thal waren im Anmarsch. Die italienischen Vogteien hat-ten beschlossen neutral zu bleiben und lediglich von derGesammtheit der zwölf Kantone Befehle anzunehmen.Nichtsdestoweniger kamen, von Religionseifer entflammt,zahlreiche Freiwillige über den Gotthard"'). Heimliche

128) In Uri hörte man unter der Hand daran erinnern, daß dasTockenburg im goldenen Bunde nicht einbegriffen sei.

12g) Unter Anton Prcur, Bürgermeister von Sitten. Seine Familiestammte von Vivis her.

130) Neutralitätserklärung, publizirt durch den Kanzler Franzoni imMainthal. — Erklärung desselben Inhalts, ausgegangen vomVolke zu Lugano und begleitet mit Klagen über die Verwaltungdes Landvogts Weber von Zug. In Mendrys regierte ein Werner.

131) Dn Lüc schrieb den 22. April an den König: „In den kleinenKantonen glaubt jeder Bauer, daß es sich um seine eigne Sachehandle. Hinwieder hört man die Neformirten laut klagen, daßsie gezwungen werden, ihre Wohnungen zu verlassen, um der Un-gerechtigkeit Vorschub zu thun, was allerdings zur Demüthigungder stolzen Berner führen könnte, wenn es zu Thätlichkeiten käme.Es gibt Berner , die so unverschämt find, mir zu schreiben, daß,