Band 
Dritter Theil.
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Zusicherungen ließen auf Beistand aus Freiburg , Solo-thurn und vorn Bischof von Basel "2) hoffen. Der Nuntiusfügte den Trost von Roms Fürbitten bei Aufsolche Er-klärungen hin fühlte Luzern , das Anfangs nur mit Wi-derwillen in einen Krieg sich verwickelt sah, wozu seineVerbündeten, seiner Ermahnungen ungeachtet, sich mitVernachlässigung aller Zurüstungen, gleichsam blindlingshindrängten, feinen Muth aufs Neue gehoben. Die fünfOrte erließen ihr Manifest, voller Lob des Friedens, wiedasjenige der Städte und voller Aufforderung zum Kriege.Unterdessen eilten die Obersten Reding, Beßler und Cri-velli'") von Baden Besitz zu nehmen, nachdem sie imVorbeimarschiren auch in den Städten längs der Reußeinige Mannschaft zurückgelassen hatten.

Da auf diese Weife die Katholischen den Zürichernund Bernern zuvorgekommen waren, suchten diese zummindesten den Feind zu verhindern, den Fluß in seinerganzen Länge zu beherrschen. Zürich hatte seine Grenzen

sobald Ew. Maj. sich für ihren Kanton erklären würde, sie Ih-nen mit der alten Ergebenheit wieder zu Diensten bereit seien.Es scheint mir wünschenswerth, daß die Katholiken mit gestimm-ter Macht sich auf die Truppen eines der beiden Kantone werfen,und Ew. Mas., falls das Glück sie begünstigte, dann ebenfallsim Stande wären, kräftig zu handeln und die Berner für ihrunverschämtes Benehmen zu strafen." — Schwyz rief Reding,Luzern Pfpffer, Freiburg Reinold, Wallis Courten aus franzö-sischem Dienste zurück. — Unterm 3. Mai schrieb der König:„Man bringt selten eine Uebereinkunft zu Stande, wenn man dieParteien in ihrem ersten Kriegsfeuer zum Frieden ermähnt. LassenSie sich indessen nicht abhalten, alles zu thun, um eine» Kriegzu beendigen, der die Eidgenossenschaft zu Grunde richten würde,nnd den, wie es scheint, meine Feinde, um ihren persönlichenVortheil dabei zu finden, angefacht haben."

132) Ein Schreiben vom 18. April verhieß solche.

133) Meier von Schauensee, 67.

134) Beßler und Crivelli von Uri hatten in Spanien gedient.