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Straßen nach Tockenburg, bei Elgg und Rüti aufgestelltwaren.
Acht Tage früher hatten im Thurthal beim Kirchhofevon Bütschwyl die Feindseligkeiten ihren Anfang genom-men. Die Katholiken von Niedertockenburg hatten sichdort verschanzt. Bollinger, der an ihrer Spitze stand,hatte aus Liebe zu einer schönen und reichen Wittwe zuseinem Unglück den reformirten Glauben aufgegeben unddie Partei der Freiheitsfreunde verlassen. Nabholz nahmden Kirchhof nach lebhaftem Widerstände mit Sturm undDollingern selbst gefangen. Der Mische OberbefehlshaberFelder rückte langsam vor und zog sich bei Annäherungder Züricher , die Bodmer kommandirte, nach Wyl zu-rück. Hätten diese nicht an allem Mangel gelitten, Nab-hvlzens zuchtlose Banden aber ihren muthigen Führer bes-ser unterstützt, so wäre Wyl genommen worden. So zogsich Bodmer wieder rückwärts, als ob durch daS Eröffnender Feindseligkeiten schon genug geschehen wäre, und nö-thigte dadurch auch Nabholzcn seinerseits bis Gonzenbachzurückzugehen '^). Untertockenburg indessen ward unter-worfen. Die Klöster wurden nicht ohne Unordnung inBesitz genommen "°), ihre Keller geleert"'). Ueberallverbreitete sich das Gerücht, die Züricher hätten gottloserWeise an die Stelle eines Madonnenhauptes einen Zie-genkopf gesetzt. Mehr als einmal mußte Nabholz alleinseine Mannschaft vertreten, die betrunken umherlag. Sei-nen Ueberreuter hatte er, in Ermanglung eines andernzuverläßigen Mannes, zum Major ernannt"^). Man be-
139) Nach einem Gefechte bei der Dietfurter-Brücke.
140) Magdcnail durch Maggion, St. Johann durch Jakob Escher.
141) Am Abend der Einnahme hielten sich kaum noch 130 Mann aufden Füßen, der Nest lag trunken in den Kellern.
142) Er schickte ihn sogleich ab, die Brücke von Braubach in Branbzu stecken,x. Bd.
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