Band 
Dritter Theil.
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Die Eidgenossen aber konnten sich schon über den Orteines Zusammentrittes nicht mehr vereinigen. Es warunmöglich die Unterhandlungen zu Baden fortzusetzen,

von Savoyen erklärte, er könne bei den Vorgängen in der Schweiz nicht gleichgültig zusehen. Die protestantischen Mächte suchtendem Kaiser begreiflich zu machen, daß es unklug sein würde, denmit Frankreich auf gutem Fuße stehenden Kantonen Beistand zuleisten. Dü Lüc trug auf beiden Achseln. Seiner Behauptungzufolge war am Widerstände in den Cevennen, an Mercys Durch-märsche, an den Bewegungen in der Vourgogne, kurz an allemder geheime Nath von Bern Schuld. Man sollte das Waadt -land zu einer Erhebung veranlassen, Bern auf seine alten Grän-zen einschränken, zum Anschlüsse an den König nöthigen; dieganze Schweiz würde ihren Beifall dazu geben. (Davel vernahmes aus seinem eigenen Munde und glaubte es vielleicht auch.)Der Briefwechsel Dü Lucs mit Torcy weist überall auf Hoff-nungen eines ausbrechenden Krieges und königlicher Bermittlungzu Gunsten der Katholischen hin. Er schreibt unterm 2. Mai anden König: „Die Protestanten dürften sich leicht dem Erzherzogin die Arme werfen. Sie führen nun aus, womit sie bereits seitmehrern Monaten umgingen. Ihr Plan ist, die Städte anzu-greifen und zu unterwerfen, die Ländler werden sie ruhig in ihrenHütten lassen. Ew. Maj. könnte den Herzog von Savoyen an-gehen, das Waadtland in Besitz zu nehmen. Wenn ein Körperan verschiedenen Krankheiten leidet, so wendet sich der verständigeArzt zuerst derjenigen zu, welche der schnellsten Abhülfe bedarf/'Hierauf erwiederte der König den 12. Mai: »Wenn es auchvorihcilhaft wäre, um sich eines gegenwärtigen Nebels zu ent-ledigen und aus Gründen für die Zukunft, das Waadtland in Be-sitz zu nehme», so würde der dermalige Stand meiner Angelegen-heiten mir dennoch nicht erlauben, dem Herzoge dieses vorzuschlagen.Ich will den Aklirte» nicht selbst den Borwand leihen, in dieSchweiz einzudringen. Sagen Sie auch Berge»», daß ich keineLust habe, in das Neuenburgische einzurücken, jetzt wo in Utrecht die Friedensverhandlungen stattfinden und häufig auch von dieserAngelegenheit die Rede ist . . . Die Plane einer Republik wieBern sind jederzeit weniger gefährlich, als diejenige« eines Fürstenwie der Herzog von Savoyen." Unterdessen schrieb Torcy den9. Mai an Dü Lüc: «Ein Schweizer behauptet, das Waadtlandwäre leicht zum Aufstande zu bringen. Mau müßte demselbenHoffnung machen, ein vierzehnter Kanton zu werden, Wallis