Band 
Dritter Theil.
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weil die fünf Orte ihre Truppen nicht von da zurückzie-hen wollten. Man sprach nun von Bern , allein die dor-tige Regierung wollte die Abgeordneten der Kantone nichtin solch unmittelbarer Nähe haben, daß sie das Gewebe

könnte dann den fünfzehnten bilden." Dir Lite antwortete: „DerSchweizer , mit dem Sie gesprochen haben, ist nicht so gut unter-richtet über die Zustände im Waadtlande, als ich es bin. SuchenSie den Köuig zu bereden, sich im Ernste einmal zum Herrn derSchweiz zu machen. Dafür werde ich Ihnen dann meinen Planeinsende». Ich sehe indessen nicht vorher, daß Sie mich sobalddafür in Anspruch nehmen werden, und bin wüthend darüber."Und unterm 24. Juli: „Es wäre nicht unmöglich, das Präsen-tations-Recht auf den bischöflichen Stuhl von Lansanne zu er-halten, unter der Bedingung, einen Schweizer vorzuschlagen." —Bei der Tagsatzung erklärte der Botschafter sich stark gegen dieGräuel des Bruderkrieges zwischen Eidgenossen: „Glaubt ihrdenn," sprach er, „eure Vorfahren hätten zur Freiheit gelangen können,wenn sie so getheilt in ihren Interessen gewesen wären, wie ihr es seid?Wie könnt ihr hoffen, noch lange unabhängig zu bleibe», wennihr fortwährend solchen Zwiespalt nährt? Der König räth euchdurch mich, unter euern Mitbürgern irgend einen Mann vonGewissen und Ehre zu suche», dem ihr die Beendigung diesesHandels übertragen könnt." Dem Könlge schreibt er über dieBvrfallenheiten bei der Tagsatznng: „Kaum war ich aus derLitiere gestiegen, so erhielt ich einen langen Besuch von denkatholischen Abgeordneten. Sie sind entschlossen, sich selbst zuGrunde zu richten und beruhigt, wenn sie dann nur Zürich undBern nachziehn. Sie beschwuren mich, Ew. Mas. ihre treue An-hänglichkeit zu Gemüthe zu führen. Lieber NeichSglieder werden,sagten sie, als Sclaven der reformirten Kantone. Zum wenigstenwürden sie in jenem Falle ihre Religion aufrecht halte», fürwelche sie alles aufs Spiel zu setzen entschlossen sind. Ihre Hin-gebung hat mich gerührt. Könnte man während der Ausnahmeder Unterhandlungen irgend einen glücklichen Handstreich wagen,so ließe sich davon das Beßte hoffe». Das Volk in Zürich undBern will keinen Krieg und hat die Waffen nur ergriffen, weilihm die Geistlichen gesagt haben, daß es nicht zum Blutvergießenkommen werde." — An Zürich und Bern schrieb Dü Lüc: „Hal-tet ihr Münster und Osnabrück für hinreichende Schutzwehre» ?Woher wollt ihr die Kräfte nehmen, euch zu vertheidigen, wennihr durch Bürgerkrieg geschwächt seid? Wisset, daß ohne mein