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heilen, die weiße Burg auf rothem Grunde mit den Wor-ten auS Luthers Liede darunter: „Ein' veste Burg ist un-ser Gott." Auf denjenigen der Thuner-Kompagnien sahman den goldenen Stern ihres StadtwappenS, der andie Tage von Granson und Murten erinnerte. Auchdie Waadtländer führten statt der Fahnen mit den Ber-nischen Farben, wie eine Regierungsverordnung sie vor-schrieb, lieber noch ihre alten zerrissenen Stadtzeichen mitsich inS Feld '°°). Sie bildeten die Hauptstarke der Armee,und machten sich durch ihre gute Haltung bemerkbar.Sie zeichneten sich auS durch ihre Kenntniß der KriegS-weise neuerer Zeit und sahen mit Stolz an ihrer Spitzeeinen Führer aus ihrem eigenen Lande, der große Ar-meen zu kommandiren tüchtig war. Johann von Sac-conay, Herr von Bürsinel hatte achtundzwanzig Feldschlach-ten beigewohnt, denjenigen von FleuruS, von Steinkir-chen , von Nerwinden, beinahe allen von Bedeutung wah-rend seiner Zeit'^). Die Soldaten erzählten, wie er
166) von Rodt, III. 265. Nur die Compagnien der Obersten, oderdie sogenannten Leib-Compagnien, sowie znm Theil die gewor-benen Trappen nnd die seit 1668 bestehenden Ausschuß- oder Fü-silier-Negiinenter führten Fahnen mit den Standeöfarben.
167) Um die Mitte des siebenzehnten Jahrlunderts (1676) hatte»junge Berneroffiziere, unter ihnen Chr. Dießbach, Vinzenz Wag-ner, St. Tavel, eine „Gesellschaft der vollkommenen Freunde"gebildet, indem sie sich zu Vertheidigung der Chre, der rechtgläu-bigen Religion und der guten Sache jeden Beistand versprachen.Sie schwuren, die Ehre der Frauen zu schützen. Wer nur vonferne Feigheit zeigte, ward ausgeschlossen. Alle trugen heimlichihr OrdeuSzeichen. Zu ihnen gehörte auch Sacconays Vater, einMann von ritterlichem Sinne. Johann trat bei guter Zeit inKriegsdienste ein, zeichnete sich aus allen Schlachtfeldern ausund sah nichts desto minder in Holland und Frankreich bei Be-förderungen immer Jüngere sich vorgezogen. Er kehrte auf seinSchloß Bürsinel zurück und kommandirte dann, wie wir gesehenhaben, 1708 die Neuenburgischen Milizen. Bern berief ihn „mitvollem Vertrauen auf seine Rechtlichkeit" 1712, seine Truppen