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Solothurn hätte ebensogern die zwei Städte als die fünfOrte unterstützt. Der Bischof von Basel hatte einem An-verwandten, dem Baron von Reinach, Marechal du Campin französischem Dienste, den Auftrag ertheilt, sechstau-send Mann zu werben; allein die Drohungen Berns undBafels hatten ihn bald zu deren Entlassung genöthigt.Die Zuzüger aus dem Wallis , die geraume Zeit denfreien Aemtern zur Last gefallen waren, hatten sich auf-gelöst, und in der Heimat, wo sie in solchem Zustande an-langten, ihre eigenen Führer mißhandelt und das Volk inBewegung gegen seine Regierung gebracht ; die Bünd-
Basel und gab sich viele Mühe, seine Mitbürger für den Kriegzu stimmen. Ernst aber äußerte sich Bern gegen Freiburg , eswalle lieber offene, als versteckte Feinde. Der Oberst Lombacherhielt Befehl, näher a» die Freiburgische Gränze zu rücken. Lu-zern seinerseits hingegen schrieb an diesen Stand: „Wir hättenwahrlich nicht geglaubt, daß die uns sa oft anerbatcne Hülfein leeren Vermittlungsanträgen bestehen würde.''
20ö) Durch den Zunftmeister Merian. Die Vorstellungen seiner Geist-lichkeit trugen ebenfalls viel dazu bei, den Bischof zurückzuhalten.
206) „Man ordnete den Zehent-Hauptmann von Goms an die fünfOrte ab, ihnen bemerkbar zu machen, daß unsere Verpflichtungennicht weiter gehen, als diejenigen von Freiburg und Solothurn ,und daß wir ihnen dennoch tausend Mann geschickt haben undsechstausend an unsern Gränzen unterhalten. Solche Last könne»wir auf die Dauer nicht mehr ertragen. Wir müssen sie daherbitten, kräftiger einzuschreiten, sei es nun zum Frieden, oder zumKrieg." Die Truppen waren in kleinen Schaare» von zwanzig200 bis dreißig Mann zurückgekommen. Die letzt übriggebliebenenunter Oberst Preur hatten am Ende die Thore von Zug. das sienicht wollte abreisen lassen, mit Sparren und Steinen gesprengtund kamen ebenfalls heim mit Gepäck und Waffen. Das Volk,besonders in Siders , war höchst ungestüm. Bald aber wurdemit Bern die gute Nachbarschaft wieder hergestellt. — Chronikvon Perrig und Rotte». — Berner Manual. — Briefe. „Mansollte nie als im äußersten Nothfall zu den Waffen greifen; eineRepublik aber nie vergesse», daß sie nicht zu sehr die Priester im