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Monnier hatte, um in seiner Stellung sich mit Erfolgzu behaupten, viertausend Mann gefordert, dieselben indeßnicht erhalten können. So blieb diesem Manne, dessenUnerschrockenheit bei seinen Waffengenossen sprüchwörtlichgeworden war, nichts übrig, als zu beweisen, was er we-nigstens dann geleistet haben würde, wenn man ihn ver-standen und unterstützt hätte. Noch war er mit- seinerVerschanzung nicht fertig geworden, als man hinter denHügeln und aus dem Walde hervor eine Truppenschaarsich nähern sah, die fortwährend anwuchs. Jetzt erkannteman auch ihre Fahnen. Man ergriff die Waffen.
Eine Stunde von Sins liegt jenseits der Reuß St.Wolfgang, wo sich die Freischaaren der kleinen Kantonebefanden^). Da ihre Führer, Reding, Ackermann undder Landamman Müller von Zug, es nicht wagen wolltenvon der Sinser-Drücke aus den Angriff zu beginnen,hatten sie einen weiten Umweg gemacht, waren bei Gys-likon über den Fluß gegangen und stürzten sich so den2t. früh Morgens voll Ungestüms ^), ohne auf diedurch die Sturmglocken zusammengerufenen Luzerner zuwarten, unter Vortragung eines Bildes des BrudersNiklaus von Flüe , das an hoher Lanze befestigt war,aus das Dorf Sins los, wo sie den Feind zu überraschenhofften. Monnier stellte ihnen hinter seinen unvollende-ten Verschanzungen dreihundert Mann entgegen ^). Die
indessen nicht vollzählig. Die Nachricht vom Siege bei Viel-mergen und den Bewegungen die demselben vorhergingen, sprichtnur von 1400 Mann.
257) Ungefähr 4000 Mann stark.
258) Auch Weiber befanden sich in ihren Reihen.
25S) Die Hauptleute Fischer von Reichenbach und Düpleffis von Uver-dün waren auf Recognoscirung ausgeschickt worden. Der ersterezog sich auf Sins zurück, der zweite, der abgeschnitten wordenwar, brach sich Bahn den Degen in der Faust. „Monnier er-wartete nichts weniger, als einen Besuch solcher Art, denn er