Band 
Dritter Theil.
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durch das Dorf Vilmergen führt; der fortwährend strö-mende Regen hinderte sie an einander zu gerathen. DieBerner, auf morastigem Grunde gelagert, versanken bisan die Knie in's Koth. Gehölz und Sumpfgründe hin-ter ihnen waren ebenfalls durch die Ueberschwemmungnoch undurchdringlicher geworden, so daß ihnen kein Rück-weg als derjenige unter der Luzernifchcn Batterie hinübrig blieb. So wichtig daher für die Katholiken dieBehauptung ihres Postens war, er wurde dennoch durchihre Milizen verlassen, die sich, der langen Weile auszu-weichen, zerstreuten.

Zn beiden Lagern fanden unterdessen Berathungenstatt. Frisching, Dießbach, Sacconnay waren darübereinverstanden, daß man suchen müsse, festen Grund undhinreichenden Raum zu gewinnen, um der Kavallerie dennöthigen Spielraum zu verschaffen und ihren geübtenTruppen es möglich zu machen dem zahlreichen Feindegegenüber durch bessere Kriegskunst zu siegen ^°). DasWetter schien sich aufzuhellen und so beschloß man dennam morgenden Zakobstag sich in Marsch zu setzen, ehedie Feinde Zeit gewönnen, ihre Batterie auf das DorfVilmergen spielen zu lassen. „2ch halte mich für verpflich-tet," sprach Frisching, „um ein gutes Beispiel zu geben,unter den vordersten zu fein. Die wenigen Tage, die mirnoch zu leben übrig sind, kann ich nicht besser verwenden,als wenn ich sie dem Vaterlands opfere. Erliege ich, sowerden meine Leute mich zu rächen wissen." Umsonst such-ten die andern Offiziere, seine Waffengefährten, von die-sem Entschlüsse ihn abzubringen. Sacconnay stellte sichan die Spitze des EentrumS, um sich je nach Bedürfniß

280) Saceonnav hätte gern die Stellung aus Meiengrnn wieder ein-genommen , aber wie wäre es möglich gewesen, im Angesichte desFeindes die angeschwollene Vünz zn passiren?"