Band 
Dritter Theil.
Seite
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fenried machten voll Kampfeslust den General auf dasSchwanken des Feindes aufmerksam. Jetzt, riefen sie,sei der geeignete Moment zum Angriff. Der ObersteMetrail, sagte dieses auch zu Frifching. „Wohlan denn,mit Gott," erwiderte der Greis, „wir wollen ihnen dieEhre nicht lassen, uns zuvorzukommen." Durch ihre Tren-nung in zwei verschiedene Heeresabtheilungen hatten dieKatholiken sich außer Stand gefetzt, einander beizubrin-gen. Während die Luzerner auf dem rechten Flügel mitMühe sich durch das Gesträuch einen Weg zu bahnensuchten, gab Frifching, den Degen schwingend und heiternAngesichtes, den Befehl zum Angriffe des linken. Dievorrückenden Kolonnen maskirten nun ihre eigene Artil-lerie, deren Feuer eingestellt werden mußte. Sie selbst,hundert Schritte vom Feinde angelangt, brannten ihreMusketen los, und warfen sich dann sogleich zur Erde,um die feindlichen Kugeln über sich weggehn zu lassen.Die Katholischen , die indessen immer mehr aus dem Waldehervorkamen, und nach den Flanken hin sich ausdehnten,machten Miene, die Bernische Armee zu überflügeln.Sobald Sacconay dieses erblickte, ließ er seinen linkenFlügel abschwenken, und auch den rechten, den Luzernerngegenüber, dasselbe thun, so daß seine Stellung einen Ha-ken bildete ^). Diese Bewegung fand im Schnellschrittestatt. Die Katholischen , die daraus auf Flucht schloffen,stürzten nun so ungestüm vorwärts, daß sie die Neuen-burger und Genfer zurückwarfen und in ihre ReihenVerwirrung brachten. Umsonst gab sich der Major Por-tefaix Mühe, die zweite Linie zum Gefechte zu bringen,auch hier riß Unordnung ein^). Schon begann dieselbe

282) Die Luzerner „schwebten noch an der Höhe." Den Ländernlag in Folge ihrer Bewegung nun die Bünz mit ihrem sumpfi-gen Ufer im Rücken.

283) Bericht im Arch. v. Saint-Saphorin. „Die Feinde schössen etwas