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3 (1718) Meteorologia et oryctographia Helvetica, oder, Beschreibung der Lufft-Geschichten, Steinen, Metallen und anderen Mineralien des Schweitzerlands, absonderlich auch der Uberbleibselen der Sündfluth / von Johann Jacob Scheuchzer
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Seite
19
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0 zinde betrachtet/ der wird leicht in die Gedanken gerahten/ esJu dort ſo eng ein Thau ſich finden/ als in der Zona Torridaen

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und Schnee/ folglich die hohen Alpen und dort wachſendedieſallzen e Nee zugrund gehen. Es iſt wahr/ daß aufAllen dohen Gebirgen weder Weinreben/ noch Garten⸗Gewachſe/ nocher⸗Früchte anzutreffen: es hat aber der allgüͤtige und allweiſeOthöpfer dorthin verſetzet ſolche Pflanzen/ denen die an ſolchen hohenKrk en regierende Kalte nicht nur nicht ſchadet/ ſondern zu deroſelbenfte/ Concentrierung ihrer Wärme und aromatiſchen Krafft nichthung beytragt/ welche deßnahen von dem Reiffen/ der freilich 95agemeyn iſt/ keinen Schaden bekommen/ ſo wenig als bey uns daEigene Gras. Es iſt aber uber diß zuwiſſen/ daß zunächſt an 1und Schnee⸗Vergen ein häuffiges und ſehr kräfſtiges Thau 00 l9 eſſen Verwandlung in Eis oder den Reiffen wird verhinderet theilsbol denen Wolken/ welche ſolche hohe Orth gleich als mit einem Kleyd10 ecken/ theils von denen beſtaͤndig aufſteigenden Duͤnſten/ welche/ ſobold ſie im Steigen ſind/ allezeit eine Waͤrme mit ſich führen/ und ſom ie aus denen Loͤchlein der Erden geflogen ſind/ ſich alſobald ſuſa-On aſſen/ und einen Nebel formieren/ daher wir auch in niedrigenAffen bey dem Nebel keinen Reiffen beſorgen/ wol aber bey heller

Von dem Mdeel⸗Thau.

Os melleus, ros farinaceus, das Mehlthau/ Milthau/N onigthau/ fallet dann und wann auf die Pflanzen ſchmilzetm ahr von gufſteigender Sonn/ hernach aber trocknet es ſich in einenſoohlichten weißlechten Staub welcher nicht nur denen Gewachſen/biadern auch dem Vieh höchſt ſchadlich iſt insonderheit dem Nind-fen und Schaaffen/ ſonderlich zur Frühlings⸗ZJeit; da die hervor feliWade, Boſſen oder Augen der Bauen ſich einzeuhen und Wim 110da en/ welche die jungen zarten Fruͤchte abnagen: das Vieh li 5

en hi Hurch die Süſſigkeit dieses Thaus gereyzer daſſelbe abzuſchlin-D, hernach aber von der Schaͤrfſe deſſelben ſtack angegriffen inchauchbrüche/ und andere Krankheiten geworffen. Ss it diefes Mehl-f du eine Gattung Manna, beſtehende in olichten/ ſchweffelichten har-alten Theilen/ untermiſchet mit einem flüchtigen Saltz. Es gehöretd epgentlich nicht hieher unter den Titul der Lufft⸗Geſchichten ſon-i iſt anders nichts gls ein gus 8 Baͤumen/ oder anderen We a