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1. Physiographische Geologie.
Syenit, Diabas) auf (vergl. III. § 7. Vulkaninseln). Für die Koralleninselnist ihre geringe Meereshöhe und die gleichmäßige Wiederholung ihrer ein-förmigen Konturen, im Gegensatz zu der oft sehr beträchtlichen Höhe undmannigfaltigen Gliederung der Vulkaninseln, bezeichnend. Während dieatlantischen und indischen Meere sehr arm an ozeanischen Inseln sind,besitzt der pazifische Ozean, ganz abgesehen von den Vulkanen-Sclinurenin der Nähe der Kontinente, ihrer mehr als 670, deren Gesammtarealjedoch nur wenig größer als 4000 □Meilen ist. Diese zahlreichen Insel-chen schwärmen quer durch die Südsee und bilden eine Zone, welche sichvon dem indischen Archipel aus in o. s. ö. Richtung über den Äquatorhinweg in die südlichen Tropen zieht und den Namen Polynesien mitRecht führt.
§ 8. Anscheinende Gesetzmäfsigkeit in den Umrissen der Kon-tinente. Die allgemeinen Umrisse der Kontinente scheinen einer gewissenGesetzmäßigkeit zu unterliegen, indem ihre Hauptküstenlinien entwederin nordöstlicher oder in nordwestlicher Richtung verlaufen. Dadurch istdie keilförmige Gestalt der Festlande, ihre nach S gerichtete Zuspitzungbedingt. Die Ostküste Nordamerikas folgt einer nordöstlichen Richtung, inihrer nördlichen Fortsetzung liegt die Ostküste Grünlands und Spitzbergens ,diesen parallel die Westküste Skandinaviens , während die Südküste vonYukatan in ihre südliche Verlängerung fällt. Ihr parallel läuft die fast voll-kommen geradlinige Südost-, sowie die Nordwestküste Südamerikas . Derzweiten, also nordwestlichen Hauptrichtung gehört die ganze in flacheKurven gebogene Westküste Nord- und Südamerikas an, ebenso die Nord-oslküste dieser beiden Kontinente, sowie endlich die Westküste Grönlands und Spitzbergens .
Die keilförmige, durch die nordöstliche und die nordwestliche Rich-tung ihrer Hauptküsten bedingte Gestalt Nordamerikas wiederholt sich inAfrika so vollkommen, daß sogar die aus- und einspringenden Winkelbeider Weltteile einander gegenüber liegen, — ferner in Arabien, inVorderindien, sowie in dem südöstlichen Teile Asiens , nur ist hier die Ge-setzmäßigkeit der Gestaltung dadurch etwas verwischt, daß sich die Süd-spitze zum größten Teil unter den Meeresspiegel gesenkt hat und nur nochdurch ein unterseeisches Plateau, auf welchem Romeo, Java und Sumatra emporsteigen, angedeutet wird. Ganz ähnlich verhält es sich mit Australien .Celebes , Neu-Guinea und Tasmanien stehen zu diesem Kontinente in dem-selben Verhältnisse, wie England zu Europa , wie Romeo, Java und Sumatra zu Asien , — sie sind die Überbleibsel der im Zustande säkularer Senkungbegriffenen Oslhälfte des australischen Gesamtkontinentes. Ergänzt mandessen ehemalige, jetzt zum Teil unterseeische Gestalt durch Verlängerungder Küstenlinien Tasmaniens in nordwestlicher und nordöstlicher Richtung,