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an Schnecken, welche von Klein und Kure bearbeitet wurden.
Eino Vergleichung dieser Schnecken mit jenen, die ich von Berg ,gesammelt hatte, liess alsbald den grossen Unterschied erkennen.
Von Mitte der sechsziger Jahre begann dann die Vorbereitungzur geognostischen Aufnahme der Atlasblätter in Oberschwaben .
Bei Ravensburg sammelte um diese Zeit Herr ProfessorStetoel; bei Ursendorf Herr Lehrer Peter und mit Beginn dersiebenziger Jahre eröffnete Herr Dr. Miller, damals in Schwörz-kirch, den Reichthum der Schnecken des Hochsträsses, OA. Ehin-gen, wie er sich später den Bryozoen und Foraminiferen vonUrsendorf widmete.
Durch diese beträchtliche Vermehrung der Fundorte und dieVerbindung derselben mit den schon bekannten Oertlichkeitenwurde die geognostische Lagerung, besonders zunächst das Strei-chen der gleichartigen Schichten erkannt im Jahre 1864 (cf. Württ. •• > *'Jahreshefte 1866, S. 56), bis es im Jahre 1866 gelang, diedirecte Ueberlagerung der Schichten zu beobachten und sicherzu stellen. Die Ueberlagerung der untern Siisswassermolasse ,Wurde von dem Verfasser beobachtet am 2. October 1866 bei^?Ingerkingen (cf. Württemb. Jahreshefte 1868, S. 178) undzuvor schon die Ueberlagerung der Meeresmolasse durch die obereSüsswassermolasse am 27. April 1866 bei Walpertshofen undMietingen (cf. Württemb. Jahreshefte 1868, S. 180). Hiemitwar ein festes Fundament für die Geotectonik der Gegend ge-wonnen.
Auf Grund der in der Gegend von Biberach gemachtenBeobachtungen wurde dann auch der Einblick in die verwickel-ten Verhältnisse der tertiären Schichten am Südabhang der AlbWesentlich erleichtert und gefördert.
Die Höhenbestimmungen der Molasse durch Regelmann er-schienen 1870. Der geognostischen Atlasblätter haben wir schonErwähnung gethan.
Es möge dem Verfasser gestattet sein, die wichtigerenResultate der Beobachtungen in diesem Zeitraum hinsichtlich derEagerungsverhältnisse hier übersichtlich zusammenzufassen, da
Mittheilungen darüber in verschiedenen Jahrgängen der