Vorb er i ch t.
Es find zwar von jeher »der die — besonders m Schwabe» immer zahlreichherumschwärmenden Pagabmiden und Jauner jezuweilen geschriebene — undgedruckte Listen erschienen, deren Nutzen nie zu verkennen war; die von demHerrn Oberamtmann Schäfer zu Sulz am Neckar nach einer mit dem berüch-tigten Konstanzer Hanns und mehreren dessen Spießgesellen geführten weitläufi-gen Inquisition aufgenommene — und mit ganz besonderer mühevoller Präzisionverfaßte — anno 1784 dem Publikum durch den Druck mitgetheilte umständ-liche Liste aber hat alle vorhergehende weit übertreffen, und ohne sie würdemancher Jauner seinem verdienten Lohn entweder ganz entgangen, oder als ei»blosser Vagabund »»entdeckt geblieben und durchgeschlüpft seyn.
Obwohl nun diese vortrefliche Liste gegenwärtig noch sehr brauchbar, nütz-lich und nothwendig ist, wovon ich aus eigener Erfahrung mehrere neuere Bei-spiele ausweisen könnte; so mußten sich doch nothwendig seit 1784 unter denJaunern durch natürliche und gewaltsame Todesfälle, derselben lebtägliche Ein-kerkerung rc. viele Veränderungen ergeben, und es bilden sich theils durch Ab-kömmlinge von alten Jaunern, theils durch anderes sogenanntes landreisigesGesinde! (wozu besonders jeder Krieg reichliche Beiträge liefert) wieder neueJauner, Banden, deren gletchmäsige öffentliche Beschreibung sowohl demPublikum als jedem KriminalJustizBeamten wünschenswerth und nöthig seynwill.
Nun sind zwar feit 1724 manche zum Theil sehr brauchbare neue Listenerschienen, wir können aber deren nie zu viele haben, und solche aus keinerHand brauchbarer als aus -er Feder eines Mannes erwarten, dessen rühmli-cher
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