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Beschreibung derjenigen Jauner, Zigeuner, Strassen-Räuber, Mörder, Markt- Kirchen- Tag und Nacht-Dieben, Falschen Geld-Münzer, Wechsler, Spieler und andern herum vagirenden liederlichen Gesindels : welche zum Schaden und Gefahr des gemeinen Wesens theils in Schwaben, dann in der Schweiz, Baiern, in der Pfalz, am Reinstrom, Boden- und Zürcher-See, Frankreich, Tirol, auch noch in andern Ländern, würklich noch herum schwärmen, und von der dahier von 1798 bis 1799 in Verhaft gelegenen hienach benannten Jauner- und Mörder-Bande, währenden Inquisitions-Process mit grosser Mühe entdeckt- und beschrieben worden. Nebst einem Anhang der aus dieser Gesellschaft hie und da hingerichteten, oder natürlichen Tods gestorbenen Erzjauner und Dieben / Auf öfteres und dringendes Anverlangen, besonders von Auswärtigen Justiz-Aemtern, auf eigene Kosten, zum wahren Wohl der so höchstnöthigen allgemeinen Sicherheit, als dem edelsten Kleinod eines Staats, annoch zum Druck befördert, von Georg Jacob Schäffer ; Sulz am Nekkar
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30
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Schwarze Sepple.

Von solchem wurden nachstehende Jauner und Diebe beschrieben, und bemerkte beidenen, welche Lux beschrieben, folgendes:

1) Agath, Nro. i. seye kurzer Statur, und beede Lippen aufgeworfen, habegraue Augen und eine Erzdiebin, die zwar zu Hüsingen versprochen, nicht mehr

mit dem Christe zu gehen, seye ihme aber gleich wieder nachgelassen, und bei ihm»geblieben, bis sie beede nach Buchloe gekommen, allwo sie durch die Franzosenmit andern befreit worden. Laufe jezo mit ihrer Schwester Merks, und derenBeihalter, dem blinden Franz

2) Der grosse Matthes seye I§ro. Z. recht beschrieben.

Z) Marianne, dessen Weib, I§ro 4. habe graue Augen, einen langen Hals, und seysrahner Postur, auch eine Erzdiebin.

4) Der grosse oder Herzogs-Keßler, !§ro. 5. hier wisse er nichts zu bemerken, als

daß seinesgleichen dermalen schwerlich auf dem Land laufen, und daß er eine rauheStimme habe. Habe mit ihme die Diebftähle Xro. 7. 9.10 21. 27. 28- 29. Zi.vollziehen helfen. Al^ derselbe im Märzen 1798 zu Wolfach wieder aus dem Ar-rest entlassen worden, seye ihme solcher zwischen Fischbach und EblenSweiler begeg-net, habe wenigstens 50 doppelte und einfache Louisd'ors in seinem Kamisoltäschlmgetragen, davon er ihme eine ganze Hand voll gezeigt. Ferner habe derselbe nocheinen grossen Beutel voll französische Thaler in der Roktasche getragen, und über-Haupt dieser Kerl so vieles Geld, daß er wohl davon leben könnte. Derselbe ver-grabe das Geld immer irgendwo in einem Hafen im Wald, damit wann er arre-tirt werde, man das Geld nicht bekomme. Zu Wolfach habe er n Louisd'ors beisich gehabt.

5) Magdalena, dessen Weib, Mo. 6. size zu Pforzheim im Zuchthaus, und seye nicht

besser, als ihr Mann auch.

6) Sibille, ^ro. 7. deren Tochter, stehle bei Tag und Nacht, habe schwarze braune

Augen und Augbraun, und einen grossen Kopf, mittlerer Statur.

7) Der Sibille Schwester, Hdiro. z. heisse Röseten, und nicht Madlena, sonsten recht

beschrieben

8) Der grosse Knoyfmacher oder Hüninger-Schorschen-Harms, Nro. 9. habe

mit ihme die Diebstähle, ö§ro. 7. 9. is. begehen helfen, und ein grosser Dieb.

9) Sein Weib, Nro. io. heisst nicht Bäbele, sondern Martille, sonsten alles richtig

bemerkt.

is) Der kleine Harms, oder der schwarzen Kater Harms, auch Schippen-Unter,oder König, Nro. 11. seye recht signalisier, und habe mit ihme die Diebstähle d<ro.7.9.10. vollziehen helfen. Ein Kamerad vom g össen Keßler, Spengler-Franz- Seppen - Christe und rothen Köbelensmacher

n) Maräu, oder des Rollen-Friedlens Marätt, dessen Beischläferin, Hdiro. 12°recht beschrieben. Von Diebereien wisse er nichrö, als daß sie auch an den Dieb-stählen ihres Beihalkecs Theil nehme.

ir) Bäbelen, das dike oder zusammengedrukte Bäbelen, seye über ein Iahe seineBeischläferin gewesen, habe an seinen Diebereien Theil genommen, sonsten vomPhilipp Xro. iZ. recht beschrieben.

viä. Inka , Aro. l6g,

Lg) Feie-