GEBÜRT DES SERVIUS.
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Auch im Cultus findet diese mythische Verknüpfung desHimmelsgotts mit AccaLarentia, der Larenmutter, ihren Reflex.Am 22. December wurde den Laren geopfert, 1 auf den 23.December fallen die Larentalien und zugleich Feriae Iovi. 2Und wer bringt das Opfer ‘am Grabe’ 3 der Acca Larentia?Es ist der Flamen Quirinalis, 4 der Flamen des Gottes, mitdessen Gestalt die des als Gott gedachten Stadtgründers ineins zusammengeflossen war.
Rom hat aber auch nach Romulus noch einen zweitenGründer und eine zweite Gründungssage. Der zweite GründerRoms ist bekanntlich Servius, und dieser ist gleichfalls vonübernatürlicher Geburt. Aus dem Herde des Königshauseshatte sich das Symbol der Zeugungskraft des Hauslarenerhoben. Eine Sclavin, der sich das Wunder zuerst gezeigt,Ocrisia, die täglich dort opferte, also auch eine Art Herd-priesterin war, wird im Atrium eingeschlossen. Sie empfängt,und die Sclavin gebiert den Servius. 5
Hier ist nun zuvörderst die Sclavin aus dem NamenServius hinzugethan. Die richtige Mutter des Servius istursprünglich gewiss — wer diesen Mythen nachzufühlen
*
1 Macrob. sat. I, 10, 10. Die Beschränkung auf die Lares per-marini, wie wir sie in dem Kal. Praen. nach nothwendiger Ergänzungfinden (C. I. L. I p. 409), ist doch schwerlich ursprünglich.
2 C. I. L. I p. 409.
3 Ad sepulcrum sagt Varro VI, 23; Plut. q. R. 34; vgl. Macrob.I, 10, 15.
4 Gell. n. A. VI(VII), 7, 7; Plutarch Rom. 4 sagt ungenau: o roC
iegevg.
5 Dionys. IV, 2: ano rijg eorCag nur ßaöiktwv, etp tjg aXXag re ouvreXovot‘Piouatoi teqovftylag xat rag ano rä>v SeCnvwv anapyrag äyi'^DU'nv, urrtn rov nvpogavaagyetv Xiyovoiv aldöiov avSpög. rouro &eaoao&ai rryv ()y.!nn(ar npwrryv tpepov-oar rovg (iwüorag neiäyovg int rö nvp. Sie theilt es ihrer Herrschaft mitu. s. w. Ov. fast. VI. 627 sqq. Plin. h. n. XXXVI, 70, § 204: Tar-quinio Prisco regnante tradunt repente in foco eius conparuisse geni-tale e cinere masculini sexus, eamque, quae* insederat ibi, Tanaquilisreginae ancillam Ocresiam captivam, consurrexisse gravidam: ita ServiumTullium natum, qui regno successit. Plut. de fort. Rom . 10; Arnob.V, 18 (mit Berufung auf Verrius (?) Flaccus).
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