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Briefwechsel des Grafen Montvallat oder Erinnerungen an die französische Emigration von 1792 bis 1797 / herausgegeben von W* M* [Wilhelm Meyer]
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wurde, welches von den Behörden geduldet wo nichtbegünstigt, die Fabrikation falscher Assignate be-trieb, welche aus erster Hand um den bescheidenenPreis von einem Franken bares Geld für hundertFranken Papier zu kaufen waren. Da sie anfänglichmit den ächten Assignaten vermischt in Umlaufkamen und nicht sogleich für falsch erkannt wurden,so machten Viele ein gutes Geschäft damit, und siewaren eine Zeit lang ein Gegenstand der Speku-lation. Ungeheure Summen dieser falschen Assignatekamen nach Frankreich in Umlauf. Man unterschiedzwischen den falschen aus England und andern fal-schen aus Werkstätten des Festlandes, z. B. in Ver-viers hervorgegangenen, welche leichter zu erkennenwaren. Viele Emigrirte Hessen sich in dieses Spielein, und selbst der redliche Montvallat konnte derVersuchung nicht, widerstehen, auf diesem Wegeeinen kleinen Erwerb zu erzielen. Er wandte sichdeshalb an den schon erwähnten Wechsler Bleron,welcher ihm aber eine höhnische Antwort gab undunter Anderm zum Schlüsse bemerkte, er werdegerne jede Gelegenheit ergreifen, ihm gefällig zusein; diese Gelegenheiten seien aber dermalen soundankbar, dass es nichts nütze, daran zu denken.Den bedrängten Montvallat schreckte diese Unver-schämtheit nicht ab, und durch Vermittlung desMarquis d’Espinay, welcher früher mit Recht ge-äussert, er halte dieses Geschäft nicht für sehr ehren-haft, erlangte er von Bleron eine Summe von sechs-tausend Franken an falschen Assignaten, um solche