Zweites Kapitel.
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man die Klasse in der Gesellschaft betrachtet, die sich damit be-schäftigt. Zwischen den Gelehrten und den Leitern der Arbeiten,beginnt sich in den Ingenieuren eine Mittelklasse zu bilden, derenAufgabe es ist, die Beziehungen zwischen Theorie und Praxis aus-zubilden. Ohne auf den Fortschritt der Wissenschaft auszugehen,suchen sie nur die Anwendung derselben auf die Gewerbthätigkeitdaraus abzuleiten. Ein Unternehmen, welches sich mit der Lehre vonder gewerblichen Arbeit beschäftigen wollte, würde zu vorzeitig sein,weil diese zwischen Theorie und Praxis vermittelnden Lehren nochnicht ausgebildet sind. Nur bei den vorgeschrittenen Wissen-schaften und Industrieen finden sich einige Anfänge dafür; so istdie beschreibende Geometrie von Monge eine Lehre über dieBaukunst.
Die Schwierigkeit für die Entwickelung dieser vermittelndenLehren wird begreiflicher, wenn man bedenkt, dass jede industrielleThätigkeit nicht blos von einer ihr entsprechenden Wissenschaft,sondern von mehreren solchen abhängt. So verlangt die Theoriedes Ackerbaues eine Vorbildung in Biologie, Chemie und Physikund ebenso auch in Astronomie und Mathematik. Mit den schönenKünsten verhält es sich ebenso. Diese Lehren haben noch zukeiner Ausbildung gelangen können, weil sie die vorgehende Aus-bildung aller Hauptwissenschaften erfordern. Kurz ich werde indiesem Werke nur die wissenschaftlichen Lehren als solche undnicht auch deren Anwendung in Betracht ziehen. Bevor ich jedochzu einer Eintheilung der Wissenschaften übergehe, habe ich nocheine Untex-scheidung darzulegeu, welche den Gegenstand dieserUntersuchungen schliesslich nach seinem Umfange feststellen soll.Man muss nämlich zwei Gattungen von Wissenschaften unter-scheiden; die eine ist abstrakt und allgemein und beschäftigt sichmit der Auffindung jener Gesetze, welche mehrere Klassenvon Vorgängen bestimmen. Die andere ist konkret, beschreibend,auf das Besondere gerichtet; man bezeichnet sie mitunter mit demNamen der einzelnen Naturwissenschaften, weil sie diese Gesetzeauf die verschiedenen, wirklich bestehenden Dinge anwendet. Ichwerde mich nur mit den Wissenschaften der ersten Gattung be-schäftigen. Dieser Unterschied wird deutlich, wenn man die all-gemeine Biologie mit der Zoologie und Botanik vergleicht.