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Fünfzehntes Kapitel.
eine Kraft durch eine andere zu ersetzen, sofern nur letztere ver-mag, den Körper in die gleiche Bewegung zu versetzen. So kannman von Kräften, die den Körpern einwohnen, absehen und letztereals durch äussere Kräfte bewegt ansehen, da man so an Stelle derinneren Kräfte nur gleichwerthige äussere Kräfte setzt. In dieserWeise betrachtet man in der abstrakten Mechanik die Körper, alswären sie der Eigenschaft der Schwere beraubt; diese Kraft wirddann zu den äusseren Kräften gerechnet, wenn man irgend einSystem von Kräften irgend welcher Art, wie es sich passt, im Sinnehat. Mag der Körper bei seinem Fall durch eine in ihm enthalteneAnziehung bewegt werden, oder mag er einem äusseren Anstossgehorchen, so ist dies für die rationelle Mechanik gleichgültig,wenn die Bewegung in beiden Fällen dieselbe ist. Ebenso verhältes sich mit jeder anderen natürlichen Eigenschaft; man kann immer anderen Stelle eine äussere Wirksamkeit setzen, welche so beschaffenist, dass sie dieselbe Bewegung herbeiführt, und deshalb ist es zu-lässig, die Körper sich als rein passiv vorzustellen.
Wenn man sofort der Modifikation Rechnung tragen müsste,welche ein Körper vermöge seiner natürlichen Kräfte in die Thätig-keit jeder äusseren Kraft bringen müsste, so könnte man nichteinen einzigen allgemeinen Lehrsatz aufstellen, und zwar um soweniger, als in den meisten Fällen diese Modifikation nicht einmalgenau gekannt ist. Kur wenn man davon abzusehen beginnt, umbloss an die Gegenwirkung der einen Kraft gegen die andere zudenken, kann man es möglich machen, eine abstrakte Mechanik zubegründen und von da zu einer konkreten Mechanik zu gelangen,indem man den Körpern ihre thätigen Eigenschaften wiedergiebt.Diese Wiederherstellung bildet die Hauptschwierigkeit, wenn manvon dem Abstrakten zu dem Konkreten übergehen will, und siehindert die Benutzung dieser Wissenschaft sehr, deren theoretischesGebiet unbeschränkt ist. Es giebt zur Zeit nur eine einzige natür-liche und allgemeine Eigenschaft der Körper, der wir auf einepassende Weise Rechnung zu tragen vermögen, und das ist dieSchwere, sowohl die irdische, wie die allgemeine, und dabei mussman in Bezug auf letztere noch voraussetzen, dass die Gestalt derKörper hinreichend einfach sei. Wenn aber diese Eigenschaft mit an-deren physischen Umständen in Verwickelungen geräth, wie mit dem