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Erster Band.
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Fünfzehntes Kapitel.

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des Systems zugleich parallele und gleiche gerade Linien beschreibenund beachten, dass diese allgemeine Bewegung, mag ihre Rich-tung und Schnelligkeit sein, welche sie wolle, niemals die beson-deren Bewegungen verändert. Auch dieses Grundgesetz kanna priori in keiner Weise aufgestellt werden; dies ist so wahr, dass,als Galilei es das erstemal aufstellte, von allen Seiten eine Mengevon Einwendungen erhoben wurde, wodurch die Unmöglichkeit einersolchen Annahme aus Vernunftgründen dargelegt werden sollte. Das-selbe wurde erst allgemein anerkannt, als man den logischen Gesichts-punkt verliess imd sich dem physischen zuwandte. Daher kann diesesGesetz nur einfach als ein Ergebniss der Erfahrung betrachtetwerden; auch kann kein anderer Lehrsatz auf so leicht zu er-weisende Thatsachen gegründet werden. So gehen bei der allge-meinen Bewegung eines Schiffes die einzelnen Bewegungen in dem-selben, abgesehen von den Störungen des Schlingerns und denSchwankungen der Länge nach, genau so vor sich, als wenn dasSchiff still stände, und deshalb stört, um ein wichtiges Beispiel auf-zuführen, die Bewegung der Erde die mechanischen Vorgänge nicht,welche in ihrem Innern oder auf ihrer Oberfläche sich vollziehen.

Dieses dritte Gesetz bezieht sich nur auf übertragene Be-wegungen; es sind die einzigen, welche streng gemeinsam seinkönnen, sowohl für den Grad als für die Richtigkeit aller Stückeirgend eines Systems. Jede kreisende Bewegung ist innerhalb der"verschiedenen Theile des Systems nothwendig ungleich, je nachdemsie dem Mittelpunkt ihres Kreislaufs bald näher oder ferner sind,und deshalb strebt jede Bewegung dieser Art den Zustand desSystems zu ändern, wenn die Bedingungen solcher Verbindungnicht hinreichend fest sind. Deshalb kommen die Störungen beieinem Schiff nur von den nebenbei eintretenden Wirkungen desSchlingerns und der Längsschwankungen, welche drehende Bewegun-gen sind. Ebenso kann eine Uhr in derselben Richtung, so schnell alsman will, bewegt, aber dabei nur nicht gedreht werden, und siewird in ihrem Gange nicht die geringste Störung erleiden, währendeine mässige drehende Bewegung ihren Gang stört. Dieser Unter-schied in beiden Bewegungen würde besonders empfunden werden,'venn sie bei einem lebendigen Körper geschähen.

Dieses Prinzip führt unmittelbar zu der Vereinigung von