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Erster Band.
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Fünfzehntes Kapitel.

Erfahrung beruhende Grundlage abgeben, auf welcher der mensch-liche Geist durch einfache logische Schlüsse und ohne die äussereWelt weiter zu befragen, das systematische Gebäude der Wissen-schaft zuverlässig errichten kann. Wenn aber auch diese dreiGesetze mir hinreichend erscheinen, so sehe ich doch a priori keinenGrund, dass deren Zahl nicht vermehrt werden könnte, sobald manzur Einsicht gelangt, dass sie noch nicht vollständig sind. Daserste Gesetz, das von Kepler, bestimmt die Wirkung, welchedurch eine nur einen Augenblick thätige Kraft hervorgebrachtwird. Das zweite, das von Newton, giebt die Regel, wonach dieMittheiiung der Bewegung durch die Thätigkeit der Kräfte voneurer auf die anderen geschieht; das dritte endlich, das von Gali-lei , führt zu den Lehrsätzen über die Verbindung jder Bewegungen.Die ganze Mechanik über die einförmigen Bewegungen oder dernur augenblicklich wirkenden Kräfte kann als Folge aus diesendrei Gesetzen abgeleitet werden, welche so bestimmt lauten, dasssie durch leicht aufzustellende rechnungsmässige Gleichungenausgedrückt werden können. Die Mechanik von den veränderlichenBewegungen, oder von den stetig wirkenden Kräften kann auf dieerstere mittels der Infinitesimalrechnung zurückgeführt werden,welche gestattet, dass man für jede unendlich kleine Zeitgrösseeine gleichförmige Bewegung der wechselnden unterlegt, worausdann die Differenzialgleichungen für diese Art von Bewegungensich ergeben. Es erhellt, dass die Wissenschaft durch die Gesammt-heit der obigen drei Gesetze begründet wird und dass deshalb dieweitere Arbeit eine rein im Denken sich vollziehende ist. In dieserWeise kann der physikalische Theil der Wissenschaft von demlogischen getrennt werden.

Ich habe nunmehr nur noch die Haupteintheilungen der Mecha-nik in Betracht zu nehmen. Die erste natürliche Eintheilung er-giebt zwei Arten von Fragen; bei der einen erforscht man die Be-dingungen des Gleichgewichtes, bei der anderen die Gesetze derBewegung; jene ergiebt die Statik, diese die Dynamik. Diestatischen Fragen sind die leichteren, weil man da von der Zeitabsieht, während diese bei allen dynamischen Fragen mit beachtetwerden muss. Wenn man die Statik nur als einen besonderenFall der Dynamik behandelt, so entspricht sie dem einfachsten