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Erster Band.
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Sechszehntes Kapitel.

Flüssigen. Die Definition der festen Körper bietet deren wirk-lichen Zustand genauer; man muss indess der Möglichkeit derTrennung Rechnung tragen, welche zwischen den Molekülen desFesten immer besteht, sobald die auf sie angewendeten Kräfte diegenügende Stärke erhalten. Indess ist diese Unvollkommenheithier weniger wichtig, als bei dem Flüssigen, weil sie auf die Fragender Mechanik des H imm els keinen Einfluss hat. Diese Fragen be-treffen die wichtigste Anwendung der wissenschaftlichen Mechanikund wahrscheinlich die einzige Anwendung, welche wahrhaft voll-ständig zu sein vermag.

Endlich muss ich noch auf eine Lücke aufmerksam machen,welche bei den halbflüssigen und halbfesten Körpern besteht, wiebei dem Sande und bei dem geronnenen Flüssigen. Die allgemeineLehre dieser mit dem Namen der unvollkommen-flüssigenbezeichnten Körper ist niemals aufgestellt worden; nur über derenGleichgewicht ist es bei einigen Begriffen geschehen.

Sechszehntes Kapitel.

Allgemeine Betrachtungen über die Statik.

Die Mechanik kann in zweierlei Weise behandelt werden, jenachdem die Statik selbständig aufgefasst wird, oder nur als einbesonderer Fall der Dynamik. Nach der ersten Weise sucht maneinen allgemeinen Grundsatz für das Gleichgewicht und benutztdann diesen, um die Bedingungen des Gleichgewichts für alle Zu-sammenstellungen von Kräften daraus abzuleiten; bei der zweitenWeise sucht man nach der Bewegung, welche aus der gleichzeitigenBewegung verschiedener, beliebig angenommener Kräfte hervor-geht, und ermittelt dann die Verhältnisse, welche unter diesenKräften bestehen müssen, wenn diese Bewegung gleich Null werdensoll. Die Statik ist einfacher als die Dynamik, und deshalb konnteim Beginn die erstere Behandlungsweise allein angewendet werden.Archimedes, der Begründer der Statik, stellte zuerst die Bedingung