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Siebzehntes Kapitel.
Für das Gleichgewicht der Gase muss man statt der Nicht-zusammendrückbarkeit die Bedingung annehmen, welche den Um-fang sich nach einer Formel verändern lässt, die von demDruck abhängt.
Dieser Art ist der Charakter der rationellsten Methode fürdie Aufstellung der abstrakten Lehre von dem Gleichgewicht derFlüssigkeiten, sie kann als die gelten, welche die schliessliche Auf-fassung der Hydrostatik bildet. Diese Auffassung ist um so philo-sophischer, als eine Reihe von Mittelzuständen zwischen Festen undFlüssigen bestehen, sobald man auf die Fragen |eingeht, welchesich auf feste Körper beziehen, aber ihre Form ändern können,also wenn man die Biegsamkeit und Elasticität derselben beachtet.
Siebzehntes Kapitel.
Allgemeine Betrachtungen über die Dynamik.
Der wesentliche Gegenstand der Dynamik besteht in demStudium der veränderlichen Bewegungen, welche durch conti-nuirliche Kräfte hervorgebracht werden. Man unterscheidet zweiFälle, je nachdem man die Bewegung eines Punktes oder eines Körpersin Betracht nimmt. Im ersteren Falle haben alle Theile des Kör-pers dieselbe Bewegung; es genügt deshalb hier die Bewegung bloseines Moleküls festzustellen, und da dieser Fall der einfachste ist, soist am passendsten mit ihm anzufangen.
Ich habe hier zunächst die Lehre von der veränderlichen Be-wegung zu behandeln, d. h. der geradlinigen Bewegung, welchedurch eine stetig und immer in derselben Richtung wirkende Krafthervorgebracht wird. Die veränderliche Bewegung kann auf ver-schiedene Weisen definirt werden, deren eine von der andern ab-hängt, die folglich niemals gleichzeitig geboten werden können. Dieseverschiedenen Definitionen ergeben sich aus drei bestimmten Funk-