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Erster Band.
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Siebzehntes Kapitel.

d’Alembert vorwärts, welcher diesen vereinzelten Untersuchungenein Ende machte und sich zu einer allgemeinen Auffassung erhob.Dieselbe führt einfach die Frage der Bewegung auf Fragen desGleichgewichts zurück, und zwar mittels eines berühmten Prinzips,dem man mit Recht den Namen des d’Alembert ’schen gegeben hat.

Es verhält sich damit folgendermaassen: Wenn durch dienatürlichen Rückwirklingen, welche aus der Verknüpfung mehrererKörper hervorgehen, jeder einzelne eine Bewegung annimmt, dievon der, welche er nehmen würde, wenn er frei wäre, verschiedenist, so kann man die natürliche Bewegung sich in zwei getheiltdenken, in eine, wie sie wirklich statt hat, und in eine zweite, die des-halb zerstört worden ist. Das Prinzip von d'Alembert besteht nundarin, dass alle Bewegungen dieser letzteren Art, oder mit anderenWorten, dass die Grössen der Bewegungen, welche durch die verschie-denen Körper des Systems mittels ihrer Aufeinanderwirkung verlorenoder gewonnen worden sind, im Gleichgewicht sich befinden. DieseAuffassung hatte schon Jacob Bernouilli bei dem Problem deszusammengesetzten Pendels; er nahm hier den Theil der Bewegung,welchen der dem Aufhängepunkte nähere Theil des Pendels ver-loren, und den Theil der Bewegung, welchen der entferntere Theildes Pendels gewonnen hatte, in der Weise, als solle dadurch demGesetz des Gleichgewichts des Hebels Genüge geleistet werden.Indess blieb diese Auffassung für ihn nur ein vereinzelter Kunst-griff, und sie verändert nicht das Verdienst des d’Alembert . Diewesentliche Eigenthiimlichkeit seines Prinzips liegt in dessen völligerAllgemeinheit.

Philosophisch betrachtet, liegt der Keim dieses Prinzips in demGesetz Newton’s; es fallt mit diesem zusammen, wenn es sich nurum das System zweier Körper handelt, wo der eine auf den andernin der Linie wirkt, welche sie verbindet. Es ist also die möglichstgrosse Verallgemeinerung des Gesetzes von der, der Wirkung gleichenund entgegengesetzten Gegenwirkung. Diese Weise es aufzufassen,scheint mir geeignet, um daraus die Natur hervortreten zulassen, wonach man ihm einen physischen Charakter giebt, stattdes von d’Alembert ihm aufgedrückten logischen Charakters. Ichwerde deshalb in demselben nur mein zweites Gesetz derBewegung erblicken, in seiner Ausdehnung auf jede beliebige