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Erster Band.
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Zwanzigstes Kapitel.

und das Gestirn bilden und dessen drei Seiten damit gegebensind. Dies Verfahren wird nur beim Mangel jedes anderengenaueren Mittels benutzt, wie dies in der nautischen Astro-nomie der Fall ist. Es dient bei unseren Beobachtungsstationen,den Gang der Uhren zu regeln, indem man sie mit der Bewegungder Himmelskugel vergleicht. Will man alle Rechnung vermeiden,so genügt selbst eine Modifikation des Chronometers so weit,dass er vierundzwanzig Stunden Sternzeit zwischen den beiden aufeinander folgenden Durchgängen desselben Gestirns durch einmöglichst befestigtes Fernrohr in irgend einer beliebigen Rich-tung zeigt.

Die künstlichen Mittel für eine genaue Messung der Zeit sindunentbehrlich. Wir wollen deren Wesen aufsuchen. Jeder Vor-gang, welcher allmähliche Veränderungen zeigt, kann zu einer ge-wissen Abschätzung des Zeitraums dienen, welcher für denselben erfor-derlich ist; indessen ist liier die Auswahl sehr beschränkt, wemi mangenaue Abschätzungen verlangt, und man hat sich auf physikalischeBewegungen, namentlich auf die, welche man der Schwere verdankt,beschränken müssen. Die Alten haben anfänglich den Ausfluss vonFlüssigkeiten benutzt; im Mittelalter hat man statt ihrer festeMittel benutzt, indem man sich Uhren erdachte, welche auf demsenkrechten Niedergang von Gewichten beruhten. Da indess diesenkrechte Bewegung nicht gleichförmig ist, so kann die Verlang-samung mittels Gegengewichte diesem Hauptfehler nicht abhelfen.So war vor Galilei das Problem noch nicht gelöst.

Man hat dem Galilei lange den Ruhm streitig gemacht, dasser zuerst den Gedanken gefasst, die Zeit durch Schwingungen einesPendels zu messen; 'mir scheint, mit Unrecht. Jedenfalls musstenseine Entdeckungen in der Dynamik natürlich dahin führen, dennes ergab sich daraus, dass die Geschwindigkeit eines Gewichts, welchesin einer vertikalen Curve herabsinkt, in dem Maasse abnimmt,als es sich der tiefsten Stelle nähert, und zwar im Verhältniss desSinus der horizontalen Neigung jedes durchlaufenen Elementes.Man sah deshalb leicht ein, dass bei einer passenden Gestalt derCurve die Gleichzeitigkeit erreicht war, wenn die Verlangsamungan jedem Punkte sich mit der Verminderung des durchlaufenenBogens ausglich. Die Auflösung dieses letzten Problems war