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Erster Band.
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181
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Einundzwanzigstes Kapitel.

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Als inau um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Hori-zontalparallaxe des Mondes genau bestimmen wollte, begab sichLacaille nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung und La-lande nach Berlin , um an diesen Orten die Entfernung diesesGestirns vom Zenith für den gleichen Zeitpunkt zu beobachten, fürden man im Voraus nach irgend einem Zeichen am Himmel überein-gekommen war, wie z. B. der Mitte einer genau vorhergesehenenVerfinsterung. Die Breiten und die Längen der beiden Orte gestatten,wenn sie für zwei sehr nahe Meridiane ausgewählt sind, vergleichs-weise zu dem Halbmesser der Erde die lineare Grundlinie zu be-rechnen; sie muss die möglichst lange sein, die unser Erdballgestattet, und so gab die Beobachtung der beiden Abstände vomZenith alle die nütliigen Anhalte für die Auflösung des gerad-linigen Dreiecks und somit auch die gesuchte Entfernung. DiesesUnternehmen, wobei der Winkel des Mondes beinahe zwei Gradbetrug, ergab die Entfernung dieses Gestirns, welche in ihremmittleren Werthe ungefähr 60 Erdhalbmesser beträgt. Das gleicheMittel kann für die Venus und den Mars angewendet werden; fürdie Sonne wird es indess schon sehr unsicher und noch mehr fürdie noch entfernteren Himmelskörper unseres Sonnensj'stems.

Das Verfahren, durch welches die Astronomen diese Schwie-rigkeiten überwunden haben, besteht darin, dass man die kleinstenEntfernungen benutzt, für welche die auf der Erde gewähltenGrundlinien hinreichen, um damit zu grösseren in Folge derVerbindung zu gelangen, welche gewisse Vorgänge, die man lange^eit nicht bemerkt oder vernachlässigt hat, zwischen denselben^erstellen. In Bezug auf die Natur und die Grenzen dieses Ver-fahrens muss man den Fall der Sonne von dem der anderenGestirne unterscheiden. Aristarch hatte ein Mittel erdacht,^m die Entfernung der Sonne auf die des Mondes zurückzuführen.Em den Werth dieser beiden Abstände zu bestimmen, muss manden Winkel an der Erde, der allem beobachtet werden kann,und den Winkel am Monde keimen. Nun giebt es in dem monat-lichen Laufe des Mondes einen Zeitpunkt, wo dieser Winkel imVoraus bestimmt ist, nämlich beim ersten oder letzten Viertel, woer ein rechter ist. Es genügt also, wenn der Winkelabstand derSonne zum Monde genau in dem Moment eines jener Viertel beob-