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Erster Band.
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Einundzwanzigstes Kapitel.

achtet wird, am mittels der Sekante dieses Viertels den Werthdes Verhältnisses zwischen der Entfernung der Sonne und der desMondes zu erhalten. Dies war das Verfahren von Aristarch .Allein leider fehlt diesem Verfahren die Genauigkeit, und Aristarchhatte auch nur gefunden, dass die Entfernung der Sonne 19 bis20 Mal grösser sei als die des Mondes, was ungefähr 20 Mal zuwenig ist. So kann das Verfahren von Aristarch nur andeuten,wie diese indirekten Verfahren einzurichten sind.

Die Beobachtung der Durchgänge des Merkur und hauptsäch-lich der Venus vor der Sonnenscheibe gewährte um die Mitte desvorigen Jahrhunderts dem Halley ein genaueres Mittel, und esist auch das heutzutage noch anwendbare für die Bestimmung derParallaxe in Bezug auf diese beiden Planeten und die Sonne undfolgeweise auf die Entfernung dieser von der Erde vermittelst derblossen Feststellung des sehr bemerkbaren Unterschieds in derDauer dieses Durchganges, wenn er an zwei sehr entfernten Ortenbeobachtet wird.

Ist diese Entfernung der Sonne festgestellt, so gestattet dieBewegung der Erde diese zur Unterlage der Schätzung anderersehr beträchtlichen Entfernungen zu nehmen. Es genügt dann,den Winkelabstand der Sonne von dem betreffenden Gestirn beieiner Zwischenzeit von sechs Monaten zu beobachten, da dies denbeiden einander diametral entgegengesetzten Stellungen der Erdebei ihrem Umlaufe entspricht. Dann hat man für die Berechnungdes geraden Abstandes des Gestirns ein ungeheures Dreieck, dessenGrundlinie die doppelte Entfernung der Erde von der Sonne ist.Allerdings muss die Ortsverändenuig des Gestirns während dieserzwei Beobachtungen die Genauigkeit des Ergebnisses stören; indessist dieses Verfahren nur für die entferntesten Planeten bestimmt,welche die langsamsten sind. Für eine erste Schätzung kann mandiese Ortsveränderung ganz vernachlässigen, namentlich für denUranus . Uebrigens genügen zwei Monate, und selbst einer, umeinen Winkel für das Gestirn zu erhalten, der schon eine guteUnterlage giebt, und für diese Zeit kann ein Planet wie Saturn,dessen Umlauf 30 Jahre dauert, als unbeweglich gelten.

Indess ist diese Unterlage, selbst bei einem Zeitraum von 15Monaten, für die Abschätzung der Entfernung von Gestirnen, die