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Einundzwanzigstes Kapitel.
der Körper ausserhalb unseres Sonnensystems nicht kennen, sokennen wir auch deren Grösse nicht, selbst wenn wir ihrescheinbaren Durchmesser sollten messen können; wir können nurallenfalls annehmen, dass ihre Grösse ungefähr der unserer Sonnegleich ist.
An das Vorstehende knüpft sich die untergeordnete Fragenach der Höhe der kleinen Unebenheiten, welche die Gestirne nachArt unserer Gebirge bedecken. Die verschiedenen Gestirne unseresSonnensystems haben eine von der Sonne erleuchtete Halbkugelund eine andere, welche auf der Erde sichtbar ist, von welcherwir indessen nur den beiden gemeinsamen Theil wahrnehmen. Wennhiernach in dem für uns unsichtbaren Theile der erleuchtetenHalbkugel oder in dem dunkeln Theile der für uns sichtbaren nahean der Linie, welche Licht und Schatten scheidet, sich ein ge-nügend hoher Berg befindet, so wird seine Spitze in dem Bildedes Gestirnes wie ein einzelner erleuchteter Punkt ausser-halb der erleuchteten Stelle erscheinen, und der Abstand desselbenvon dieser Stelle und deren Lage, beides durch einen guten Mi-krometer gemessen, werden gestatten, dass man durch eine ein-fache trigonometrische Rechnung die gesuchte Höhe bestimmt undzwar zunächst in Bezug auf den Halbmesser des Gestirns, undschliesslich in Metern. Die Genauigkeit hängt hierbei von derGrösse und der Schärfe des erleuchteten Theils der Scheibe ab,und sie steigt, wenn die Atmosphäre fehlt. Kein Gestirn kann sogenau wie der Mond erforscht werden; seine hauptsächlichstenBerge dürften durch die Beobachtungen des Herrn Schröter ge-nauer gemessen sein, als viele Berge auf der Erde.
Wichtiger ist die Feststellung der Ausdehnung und Dichtig-keit der Atmosphäre bei den Gestirnen; sie beruht auf der Ab-lenkung, welche diese Atmosphären dem Lichte der ausserhalbunseres Sonnensystems befindlichen Sterne geben, wenn sich vordiese Sterne in gerader Linie das andere innere Gestirn stellt. Esist dies die besondere Art der Verfinsterung, welche man unterdem Namen der Sternbedeckung kennt. Diese Ablenkung gleichtder horizontalen Strahlenbrechung unserer Atmosphäre. In Folgeder täglichen Umdrehung des Himmels wäre die ganze Dauer derVerfinsterung unbestimmt; allein durch die eigene Bewegung des