Band 
Erster Band.
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

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die Hauptbewegung der Planeten kerbeigefükrt werden. In dieserWeise hat die Berechnung der Vorgänge am Hi m mel jenes grosseGesetz, das erhabenste Ergebniss aller Studien der Natur, be-wiesen: Alle Moleküle unserer Welt gravitiren gegen ein-ander im Verkältniss ihrer Massen und im umgekehrtenVerhältniss der Quadrate ihrer Entfernungen.

Es würde nicht dem Charakter dieser Auffassung entsprechen,die ja nur die Darstellung einer allgemeinen Thatsache ist, wennich, wie es oft geschieht, diese Auffassung auch auf die gegen-seitige Wirksamkeit verschiedener Sonnensysteme übertrüge. Wennes auf Grund einer blossen Analogie geschieht, so finde ich darinnichts Unpassendes; ja es scheint mir sogar philosophisch als einMittel für die Beschleunigung der Entdeckungen. Allein wennman diese Uebertragung ebenso gewiss hinstellt, wie die Gravitationinnerhalb unseres Sonnensystems, so heisst das die Natur unsererKenntnisse verändern, indem man das wahrhaft Positive mit demvermischt, was vielleicht immer nur eine V ermuthung bleiben wird.Die Wirklichkeit der Newton’schen Gravitation stützt sich aufderen Uebereinstimmung mit den Vorgängen; aber bei Betrachtungdes Universums giebt es noch keine beobachteten und gemessenenVorgänge, und also noch weniger ein geometrisches Gesetz, dassich mit dem Kepler’schen vergleichen könnte. Wo wäre da dieGrundlage für die dynamischen Auffassungen? In der Bewegungeiniger Doppelsteme hat man seit Kurzem die Kepler sehen El-lipsen zu erkennen vermeint; allein befindet sich das Centralge-stirn im Mittelpunkt oder im Brennpunkt? Das Gravitationsgesetzist für diese beiden Fälle sehr verschieden. Wenn das liier Be-obachtete wirklich statt hat, so ergiebt es doch nur einzelne Fälle,die für die Begründung eines allgemeinen Schlusses noch nichtliinreicken. Trotz des Prinzips vom zureichenden Grunde giebtdoch der Mangel von Gründen für das Verneinen noch nicht dasRecht zum Bejahen, wenn alle direkten Beweise fehlen.

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