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Erster Band.
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Fünfundzwanzigstes Kapitel.

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wichtseinlieiten mittels des Gewichts der Erde zurückgeführt hat.Bouguer erkannte zuerst die Möglichkeit einer solchen Ab-schätzung, indem er bei seiner wissenschaftlichen Reise nach Peru den Einfluss der Nachbarschaft grosser Gebirge auf eine leichteVeränderung der Richtung der Schwere bemerkte. Wenn dieseAbweichung des Bleifadens genau bestimmt ist, so gestattet diezwischen der Wirksamkeit des Gebirges und der der Erde leichtfestzustellende Gleichung des Gleichgewichts, dass man darausdas Verhältniss der Massen und folglich auch die Masse derErde nach dem Gewicht des Gebirges ableiten kann, da alleübrigen Grössen dieser Gleichung bekannt sind. Zu Bouguer’s Zeit waren die astronomischen Beobachtungen noch nicht so ge-nau, um dieses Verfahren anwenden zu können, so klein ist näm-lich die Abweichung, auf welche es sich stützt. Allein ein halbesJahrhundert später gelang es Maskelyne in Schottland , ehreVeränderung von 5—6 Sekunden in der natürlichen Richtung derSchwere festzustellen und Hutton berechnete danach, dass dasGewicht der Erde vierundeinhalb Mal grösser sei als eine gleichgrosse destillirte Wassermenge bei ihrer grössten Dichte.

Als Colo mb seine Torsionswage für die genaue Messung dergeringsten Kräfte hergestellt hatte, gelang es Cavendish, dieEinwirkung zweier Kugeln von Blei auf ein kleines horizontalesPendel bemerkbar zu machen, und die Vergleichung der Schwin-gungen derselben mit den von der Schwere verursachten gestat-teten eine merkwürdige genau mathematische Berechnung desVerhältnisses der Wirkung der Masse dieser Kugeln zu der derErde. Mittels dieses viel vollkommneren Verfahrens hat Cavendishgefunden, dass die mittlere Dichte imserer Erde der fünfund-einhalbfachen des Wassers gleich ist. Daraus ergiebt sich dasGewicht der Erde in Kilogrammen oder Tonnen.

Dieses Ergebniss enthält für die inneren Zustände unsererErde die erste Unterlage, und es genügt, um kühne Ver-muthungen abzuweisen. Da die mittlere Dichte der Erde nachdieser Messung viel grösser ist, als die Dichte ihrer Lagenan ihrer Oberfläche, die zum grossen Theil aus Wasser besteht,80 müssen nothwendig die Lagen nach dem Mittelpunkt zuunnier dichter werden, und jede Vermuthung über den inneren Zu-