Band 
Erster Band.
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Siebenundzwanzigstes Kapitel.

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nicht beobachtet worden, was indess vielleicht von der Unvoll-kommenheit unserer Instrumente herrührt. Diese merkwürdigenGruppen bilden indess nur einen besonderen Fall im Universum,und vielleicht macht man in den meisten Fällen eine einfachebloss zufällige Stellung, welche aus der Stellung unseres Sonnen-systems sich ergiebt, zu jenen Erscheinungen von Doppelstemen.Man kennt nur die Bewegungen in Bezug auf gewisse Doppelsternegut, und deren Zahl steigt nicht über 7 bis 8. Man kann übrigensniemals hoffen, dass man je für die geometrische Bestimmung derGestalt dieser bezüglichen Bahnen eine solche Gewissheit erlangenwerde, wie sie bei der genauen Kenntniss der Planetenbaimen be-steht, weil die scheinbaren Radius-Vectoren so klein sind, dass mansich in ihrem Werthe um den dritten oder vierten Theil desselbenirren kann. Diese Untersuchungen werden deshalb schwerlich zuso genauen Ergebnissen führen, um eine feste Unterlage für an-nehmbare dynamische Schlüsse so abzugeben, dass man z. B. dieLehre von der Gravitation auf die wechselseitige Einwirkung derbeiden Elemente eines Doppelsternes ausdehnen könnte.

Die bis jetzt aufgestellten sieben Bahnen von Doppelsternen,von welchen man die erste Savary verdankt, zeigen eine sehrerhebliche Excentricität; die geringste ist doppelt und die grösstevierfach so stark als die bei den elliptischen Bahnen der Planeten.Von ihren Umlaufszeiten ist eine etwas über 40 Jahre und dielängste 600 Jahre. Dies ist das Ganze, was man an wirklichenKenntnissen in dieser Hinsicht besitzt.

Ich habe noch des sinnreichen Verfahrens zu gedenken, welchesSavary erdacht hat und mittels dessen man vielleicht eines Tagesdahin gelangen wird, die Entfernungen einiger Doppelsterne vonder Erde oder Sonne wenigstens innerhalb gewisser Grenzen fest-zustellen. Dies Verfahren beruht allein auf dem wissenschaftlichenBegriffe, der der Astronomie bei diesen Gestirnen geziemt. Es istv °n jeder Hypothese über die Gestalt ihrer Bahnen und über die-Anwendbarkeit der Lehre von der Gravitation unabhängig. Es genügtdie Annahme, dass die Curven in Bezug auf ihren längsten Durch-messer symmetrisch seien und der kleinereStern sich an zwei gleichweitv °n dem grossen Stern abstehenden Punkten mit gleicher Geschwindig-keit bewegt, welche Annahme durchaus zulässig ist. Das Verfahren