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Siebenundzwanzigstes Kapitel.
stützt sich auf die Zeitdauer für die Bewegung des Lichtes. Stelleman sich eine Sternbahn vor, deren kleine Axe senkrecht auf denLichtstrahl, welcher von der Sonne oder Erde, was hier gleichist, ausgeht. Wenn nun dieses auch bei der grossen Axe sich soverhält und folgeweise auch so mit der Ebene der Bahn, so müsstendie beiden Hälften der Umdrehung, welche das kleinere Gestirnin gleichen Zeiten durchläuft, von gleicher Zeitdauer für uns er-scheinen, welcher Art auch die Uebersendung des Lichtes zu unsbei beiden Stellungen wäre. Dies kann aber dann nicht mehrder Fall sein, wenn die Ebene der Bahn stark gegen den Gesichtsstrahlgeneigt ist. In diesem Fall muss uns die Dauer der halben Um-drehung für die Hälfte der Gurve, wo das Gestirn sich uns zu-wendet, kürzer erscheinen, als sie wirklich ist, und die Zeit fürdie andere Hälfte umgekehrt länger in Folge des Zeitunterschiedes,welchen das Licht braucht, um von den beiden Punkten der Bahn,welche am meisten ungleich von der Erde abstehen, zu uns zugelangen. Deshalb werden diese beiden Hälften des Umlaufs nichtdie gleiche scheinbare Dauer haben, und wenn diese Ungleichheitdurch Beobachtung festgestellt werden kann, so kann daraus nachder Geschwindigkeit des Lichtes der Unterschied zwischen denEntfernungen dieser beiden äussersten Punkte der Bahn von derErde festgestellt werden. Dadurch wird dieser Unterschied eingeeigneter geometrischer Anhalt, um mit einer entsprechenden An-näherung die linearen Grössen der Bahn und deren Abstand vonder Erde abzuschätzen, da die Neigung der Bahn und ihre Winkel-ausdehnung ausserdem gegeben sind. Alles kommt also auf Fest-stellung einer messbaren Ungleichheit zwischen der Dauer dieserbeiden halben Umläufe an; allein diese Abschätzung kann nurnach Beobachtung eines ganzen Umlaufes geschehen, damit derenGenauigkeit von keiner Hypothese über die geometrische Naturder Stembahn und von keinem Gesetz über die Geschwindigkeit,mit welcher der Stern die Bahn durchläuft, abhängig sei.
Ehe nicht die Erfahrung gesprochen hat, wissen wir nicht, obdie Radien dieser Stembahnen in Bezug auf ihre Entfernungen so be-trächtlich sind, dass man einen erheblichen Unterschied zwischen die-sen beiden Theilen des Umlaufs bemerken kann. Wenn man nun auchdavon absieht, dass die Messung der übrigen Elemente der Rechnung