Neunundzwanzigstes Kapitel.
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jener ist. Nimmt man den eingetauchten Theil des festen Körpersals eine Wand, so sieht man, dass der ganze Widerstand derFlüssigkeit, um den Körper zu tragen, einer senkrechten Kraftgleich ist, welche dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit gleichist und sich gegen den Schwerpunkt dieses eingetauchten Theilesrichtet. Diese Regel, welche nur das Prinzip des Archimedesist, führt die Untersuchung der Lagen des Gleichgewichts, welcheseinzelnen gleichartigen, auf gleichartigen Flüssigkeiten schwimmen-den Körpern eigen ist, auf diese einfache, von Archimedes sogut behandelte Aufgabe zurück, wonach man durch einen Körpervon bekannter Gestalt eine Ebene führen soll, welche ihn in zweiStücke trennt, deren Schwerpunkte in derselben geraden Linie liegen,welche auf der schneidenden Ebene senkrecht steht, wenn der Um-fang der beiden Stücke ausserdem in einem gegebenen Yerhältnisssteht, was nur im Einzelnen noch allerdings mitunter sehrbedeutende Schwierigkeiten machen kann. Die einzige feinereUntersuchung betrifft die Bedingungen für die Beständigkeit diesesGleichgewichtes und die Berechnung der Schwankungen des schwim-menden Körpers um dessen feste Lage. Das Studium der senk-rechten Schwankungen ist leicht, da man leicht die Weise ab-schätzt, in welcher der Druck wächst, wennder Körper tiefer taucht,°der abnimmt, wenn er wieder steigt. Allein anders verhält essich mit den Schwankungen, wie das Schlingern und das Schwankender Länge nach. Hier sind die Arbeiten der Geometer, welcheVon dem Widerstand und der Bewegung des Flüssigen absehenMüssen, nur reine mathematische Uebungsstücke.
Ich gehe nun zur Betrachtung des Gleichgewichtes grosserflüssiger Massen über, welches sich mit der Lehre von der Gestaltder Planeten verknüpft. Wenn man auch die Gestalt der Ober-fläche beim Gleichgewicht als bekannt voraussetzt und sie behufs derEinfachheit als kugelförmig annimmt, so hat doch die Auflösungdes Problems noch unübersteigliche Schwierigkeiten. Denn dierationelle Hydrostatik lehrt, dass das Gleichgewicht nur möglichls< b wenn alle Punkte, die gleichweit von dem Mittelpunkt derErde abstehen, die gleiche Dichte haben, was offenbar nichtStatt haben kann, weil diese Punkte durch die blosse Verschieden-heit ihrer Lagen verschiedene Temperaturen haben müssen.