Band 
Erster Band.
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259
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Neunundzwanzigstes Kapitel.

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Ruhm Galilei’s . Er zeigte die beiden Weisen, wie es durch Ex-perimente bewiesen werden könne, nämlich durch Beobachtungdes gewöhnlichen Falles und durch Verzögerung des Falles mittelseiner schiefen Ebene. Durch dies eine Gesetg von Galilei fallenalle Aufgaben über den Fall schwerer Körper in das Gebiet derrationellen Dynamik, deren Entstehung durch sie im 17. Jahr-hundert hervorgerufen worden ist. Das Studium der übertragenenBewegung eines freien Körpers im Raume verdanken wir Galilei selbst, welcher die Lehre von der krummlinigen Bewegung ge-worfener Körper begründete, wenn dabei von dem Widerstand derLuft abgesehen wird.

Was die Bewegung anlangt, welche die Schwere bei Körpernhervorbringt, die gehemmt werden, so bildet der Fall, wo dieserKörper eine gegebene Curve beschreibt, das Problem des Pendels,dessen Lehre, die man Huyghens verdankt, nur Rechnungsschwierig-keiten bietet, wenn man dabei von dem Widerstand des umgebendenMittels absieht. Neben'ihrer hohen Wichtigkeit für die Zeitrechnung,hat die Lehre von Huyghens zwei wesentliche Folgen für den Fort-schritt der Lehre von der Schwere gehabt. Zunächst hat dasPendel Newton’s es ermöglicht, das gleiche Verhalten zwischenden Gewichten und den Massen mit grösserer Genauigkeit festzu-stellen, als es bei dem Fall der Körper im luftleeren Raum mög-lich war. Sodann hat das Pendel uns den Wechsel kennen lernenlassen, der in der Stärke der Schwere in verschiedenen Entfer-nungen vom Mittelpunkt der Erde stattfindet.

Betrachtet man die Schwierigkeiten in der abstrakten Hydro-dynamik, so kann es nicht überraschen, dass der Theil der Lehrev «n der Schwere, welcher die Dynamik der Flüssigkeiten betrifft,noch so unvollständig ist, wenigstens vom rationellen Gesichts-punkte aus. Der Fall beim Gas, und namentlich bei der Luft, istbeinahe ganz vernachlässigt worden, so sehr hat man hier die Un-niöglicheit empfunden, etwas zu erreichen. Was die Flüssigkeitenanlangt, so ist bis jetzt nur ihr Ablauf durch drei kleine Oeffnungenberechnet worden, welche in den Boden oder in die Seiten desQefässes gebohrt wurden, d. h. die lineare Bewegung, derenMathematisches Studium von Daniel Bernouilli geschehen ist,nnd zwar nach seiner berühmten Hypothese der parallelen Schnitte.

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