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Neunundzwanzigstes Kapitel.
Es hat sich daraus der Beweis der empirischen Regel Torri-celli’s ergeben, wonach die Geschwindigkeit, mit welcher dieFlüssigkeit aus der Oeffnung ausläuft, derjenigen gleich ist, mitwelcher ein Gewicht von der ganzen Höhe der Flüssigkeit imGefässe herabfällt. Diese Regel hat man mit der Beobachtungin dem Falle, wo die Flüssigkeitshöhe sich nicht verändert, nurmit Hülfe einer Art von Fiktion in Uebereinstimmung bringenkönnen, welche durch den Vorgang der Zusammenziehung desFlüssigkeitsstrahles geboten wurde. Der Fall mit einem veränder-lichen Niveau ist noch kaum aufgenommen worden, und nochweniger der Fall, wo man der Grösse und der Gestalt der Oeff-nung Rechnung trägt. Die Lehre von der Bewegung in zweiDimensionen, und namentlich die der allgemeinen in jeder Richtung,ist noch in der Kindheit, doch hat man versucht, bei dieser Unter-suchung die Vervollkommnungen zu benutzen, welche Fourieriu die Rechnung eingeführt hat.
Die Unvollkommenheit in diesem Theile der Wissenschaftwird sehr bemerkbar, wenn man sie mit den grossen natürlichenWirkungen übereinstimmend machen will, und zwar nicht etwamit den Bewegungen des Ozeans oder der Atmosphäre, sondern nurmit den Bewegungen der Flüsse und Kanäle.
Die Lehre von der Schwere hat seit langer Zeit ihren positivenCharakter erreicht; alle ihre Unterabtheilungen sind gemacht,alle Mittel der Forschung sind bei ihr eingeführt und in Anwen-dung, Die Fortschritte in diesem Theile der Physik hingen voneiner vollständigen Harmonie zwischen den verschiedenen gemach-ten Versuchen ab und hauptsächlich von einer gleichartigerenund innigeren Verbindung des mathematischen und des physikali-schen Genies.