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Dreisgigsteg Kapitel.
besteht darin, dass der wärmere Körper die Temperatur des anderenerhöht, während die seine sinkt. Es sind hier zwei Fälle zu unter-scheiden, je nachdem die Körper in Bezug auf die Wärme ausgrösseren oder kleineren Entfernungen oder mittels der Berührungauf einander wirken. Der erste Fall enthält das, was man die Strah-lung der Wärme nennt. Das erste Gesetz ist liier, dass die Wärmesich in gerader Linie fortpflanzt. Diese strahlende Wärme kann,wie das Licht, unter einem Winkel, der dem Einfallswinkel gleichist, zurückgeworfen werden, wie die schöne Erfahrung mit denparabolischen Reflektoren beweist. Die Wirkung, welche zweiKörper direkt in Bezug auf Wärme gegen einander üben, hängtvon ihrer gegenseitigen Entfernung ab und nimmt mit der Zu-nahme dieser ab. Diese Abnahme scheint selbst stärker zu sein,als die der Entfernung, doch kennt man das wahre Gesetz nicht.Gewöhnlich nimmt man an, dass sie umgekehrt im Quadrat derEntfernung abnimmt, doch hat man noch keine geordneten Beob-achtungen zur Feststellung dieser Frage gemacht.
Eine weitere Bedingung für diese erwärmende Thätigkeit liegtin der Richtung der Strahlen, sowohl für die Oberfläche des er-wärmenden, wie des erwärmten Körpers. Nach den Erfahrungenvon Leslie ist die Stärke der Wirkung grösser, wenn die Strahlenvon der einen oder anderen Seite mehr rechtwinkelig sind undändert sich verhältnissmässig nach dem Sinus des Winkels, den siemit jeder Oberfläche bilden. Endlich bildet der Unterschied in denTemperaturen der beiden betrachteten Körper das letzte und daswichtigste Element von allen. Ist dieser Unterschied nicht gross,so ist die Intensität des Vorganges ihm proportionirt, aber diesesVerhältnis« scheint aufzuhören, wenn die Temperaturen sehr un-gleich werden und man kennt bis jetzt das wahre Gesetz nicht.
Dies sind die Gesetze über den gegenseitigen Wärme-Einflusszweier isolirten Körper auf einander, wenn angenommen wird, dassdie Wärme direkt tibergeführt wird. Wenn aber die Wärme-strahlung nicht mehr direkt geschieht, sondern durch einen Zwischen-körper, der sie überführen kann, so verwickeln sich die obigen Be-dingungen mit neuen Umständen, welche bis jetzt in Bezug aufden dazwischen befindlichen Körper noch wenig studirt sind.
Unter den Bedingungen, die sich auf die Stärke dieser Wirk-