Dreissigstes Kapitel.
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samkeit beziehen, wenn sie aus der Feme erfolgt, ist allerdingsder Unterschied der Temperaturen die stärkste und die einzige,welche in gleichmässiger Weise fast gleich der Fortführung derWärme durch Berührung sich wiederholt. Auch das Gesetz fürdie Richtung scheint hier noch zu gelten, obgleich man sich dessennicht in allen Fällen hat förmlich versichern können. Allein dasGesetz für die Entfernung muss sich hier gänzlich verändern, denneinerseits kann die Wirksamkeit der beinahe an einander stossen-den Moleküle wohl nicht so gross sein, als die Veränderungen,welche sich zeigen, wenn die Entfernungen noch abschätzbar sind,und anderseits ist bei Vergleichung der verschiedenen sehr kleinenEntfernungen die Abnahme zwischen ihnen unzweifelhaft vielschneller, als bei sichtbar entfernten Körpern.
Wie nun auch die Erwärmung des einen Körpers und dieErkaltung des anderen sich vollziehen mag, so wird doch dasEndergebniss durch drei Coefficienten bestimmt, welche bei jedemKörper besonders beschaffen sind und näher bezeichnet werdenmüssen. Vor Fourier hatten die Physiker immer zwei sehr ver-schiedene auf die Wärme bezügliche Eigenschaften unter demNamen Conductibilität vermischt, nämlich 1) die Eigenschaft jedesKörpers, durch seine Oberfläche die äussere Wärme aufzunehmen,und umgekehrt, die Wärme an seiner Oberfläche nach aussen zuzerstreuen; 2) die mehr oder minder grosse Fähigkeit, die an seineOberfläche gelangten Veränderungen allmählich in das I nnereseiner Masse zu vertheilen. Fourier hat vorgeschlagen, diesebeiden Eigenschaften mit den Worten: Durchdringlichkeit undDurchwandelbarkeit zu bezeichnen. Die letztere hängt nur vonder Natur des Körpers und seinem Aggregatzustande ab, sie än-dert sich nach dem physischen Zustande; sie ist für Flüssigkeitensehr gering und noch geringer für Gase. Die erste EigenschaftWechselt zwar mit der Natur der Körper und ihres Aggregatzu-standes, aber sie hängt auch noch von besonderen Umständen*brer Oberfläche ab. So weiss man, dass z. B. die Farbe hiere inen grossen Einfluss übt. Dies gilt auch für die Glätte und vonder mehr oder weniger regelmässigen Art, in welcher die Ober-fläche in verschiedener Weise gerieft ist. Auch ändert sie sich fürdieselbe Oberfläche, wenn sie der Reihe nach der Wirksamkeit