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Erster Band.
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Dreissigstes Kapitel.

verschiedener umgebenden Mittel ausgesetzt wird. Fourier hat inseiner mathematischen Wärmelehre die allgemeinen Mittel angegeben,um die Durchwandelbarkeit zu schätzen und dadurch indirekt dieDurchdringlichkeit, indem man von der ganzen Durchgangsfähigkeitden Theil der ersteren abzieht. Indess ist die Anwendung dieserMittel noch nicht über den ersten Entwurf hinausgekommen.

Eine letzte Bedingung, um bei den verschiedenen Körpern dieErgebnisse ihrer Wärme Wirksamkeit zu berechnen, liegt darin,dass die verschiedenen Substanzen sowohl nach ihrem Gewicht wienach ihrem Umfänge verschiedene Wärmemengen verzehren, umihre Temperatur in gleichem Grade zu erhöhen. Diese Eigenschafthängt wie die Durchdringlichkeit von der Natur der Körper undihrer physikalischen Beschaffenheit ab. Dagegen scheint sie ganzunabhängig von dem Zustand der Oberfläche, welcher doch dieDurchdringlichkeit so sehr verändert. Man bezeichnet sie mit demNamen der spezifischen Wärme. Deren Ermittelung ist vonsehr grosser Wichtigkeit. Das ursprüngliche, von Crawford er-dachte Verfahren, die Methode der Mischungen genannt, bestehtdarin, dass man die Unterschiede der gemeinsamen genau festge-stellten Temperaturen mit den beiden anfänglichen Temperaturenzwischen denselben vergleicht, sei es bei gleichen Gewichten odergleichem Umfange beider Substanzen. Dieses Verfahren ist in ge-nügender Genauigkeit nur dann anwendbar, wenn wenigstens einerder Körper in flüssigem Zustande ist. Die Benutzung des Wärme-messers durch Lavoisier und Laplace hat später ein genaueresund allgemein anwendbares Mittel gewährt. Es besteht darin, dassman die Menge von Wärme abschätzt, welche ein Körper für einebestimmte Höhe seiner Temperatur verzehrt hat, und zwar nachder Menge von Eis, welche seine frei werdende Wärme schmelzenkann, bis sie von ihrem höchsten Grad zu ihrem niedrigsten zu-rückkommt. Gebraucht man alle Vorsicht, um jede Wärmemit-theilung des Gefässes und des Mediums abzuhalten, so lässt dieGenauigkeit dieses Verfahrens nichts zu wünschen übrig, mitAusnahme der Gase, deren spezifische Wärmen noch wenig be-kannt sind.

Dies sind die drei Coefficienten für die Feststellung der Tem-peraturen, welche aus dem Gleichgewicht der Wärme für ver-