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Erster Band.
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Dreissigstes Kapitel.

Die verschiedenen Flüssigkeiten bieten in dieser Beziehung !einen gemeinsamen Ausgangspunkt, nämlich die Temperatur desSiedepunktes bei jeder. Für diesen Zeitpunkt ist die Spannungdes gebildeten Dampfes für jede Flüssigkeit gleich dem atmosphä- |rischen Druck. Davon ausgehend hat Dalton jenes wichtige Ge- |setz entdeckt, welches durch alle Beobachtungen bestätigt worden |ist, nämlich, dass die von verschiedenen Flüssigkeiten aufsteigenden JDämpfe bei Temperaturen, welche gleichweit von dem Siedepunkt >einer jeden abstehen, unter sich immer die gleiche Spannung ihaben, wie auch sonst ihre Differenz beschaffen ist. j

Dieses Gesetz Dalton’s erleichtert die Ermitteluung, wie dieSpannung der Dämpfe nach ihrer Temperatur sich verändert, weil ■es genügt, wenn man diese Veränderung bei einer einzigen Artvon Dampf untersucht. Die Erfahrungen, welche Dalton für dieseWirkung bei dem Wasserdampf machte, wiesen auf eine sehr ein-fache Regel, wonach die Spannungen in geometrischer Progressionwachsen, wenn die Erhöhung der Temperatur einfach zunimmt. ,Dulong hat ein empirisches Gesetz aufgestellt, welches mit den .Beobachtungen stimmt; er lässt die elastische Kraft des Dampfesnach der sechsten Potenz einer Funktion des ersten Grades derTemperatur wachsen.

Das Studium des hygrometrischen Gleichgewichts zwischen ■den verschiedenen Flüssigkeiten bildet eine natürliche Ver- >.grüsserung der Verdampfungslehre. Diese wichtige Untersuchungmit welcher Saussure und Deluc sich so viel beschäftigt haben, iführt durch deren Arbeiten zu einem sehr werthvollen Instrumente, |allein man hat davon nur unbestimmte und unvollkommene Vor-stellungen über die Gesetze, welche dieses Gleichgewicht regeln-Der geringe Einfluss der hygrometrischen Wirkungen in dem Ganzender Vorgänge der unorganischen Natur trägt unzweifelhaft zu demgeringen Interesse bei, welches ein solches Studium den Physiken 1 3einflösst. Betrachtet man indess das ganze System der Philosoph 16 ' |.so erkennt man die Wichtigkeit dieser Lehre für die Erscheinungen jdes Lebens. Nach der schönen Bemerkung von Blainville bilde*' ■■■die hygrometrische Wirksamkeit in den lebenden Körpern denersten Grad und die elementarste Art ihrer Ernährung, so wie dJ eCapillarität der Keim der einfachsten organischen Bewegungen lS *"