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Eiminddreisaigstes Kapitel.
Der Vorgang der Verkeilung der Wärme im Innern einerfesten Masse durch die alleinige gradweise Wirksamkeit seinereinander folgenden Moleküle wird immer durch zwei Arten vonBedingungen modifizirt. Die einen beziehen sich auf den anfäng-lichen Zustand, welcher bei jedem Fall die ursprüngliche Tempe-ratur bestimmt, die irgend einem Punkt des Körpers einwohnt; dieanderen bestimmen den Wärme-Zustasid der äusseren Oberflächein Folge der veränderlichen oder beständigen, der ungleichen odergemeinsamen Wirkungen des umgebenden Systems. Diese beidenArten von gegebenen Ansätzen sind unentbehrlich, um die rech-nungsmässige Auffassung der Gleichung über die Fortpflanzungder Wärme festzustellen, welche bei ihrer grossen Allgemeinheitkeinen Anhalt bieten könnte, weder für der anfänglichen Zu-stand 1 , welcher den einzelnen Molekülen zukommt, noch für diedauernden Zustände, welche der Umgebung zukommen.
Die rechnungsmässige Aufgabe bei einer solchen Untersuchungbesteht in der Entdeckung der Funktion, welche für jeden Zeit-punkt die Temperatur eines beliebigen Punktes der festen Masseausdrückt. Diese Funktion enthält im Allgemeinen vier veränder-liche und unabhängige Grössen, weil sie ausser der Zeit noch diedrei geometrischen Coordinaten jedes Moleküls enthalten muss.Indess kann die Zahl der veränderlichen Grössen oft auf dreizurückgeführt werden, ja selbst auf zwei, wenn die Gestalt desKörpers und die Weise seiner Erwärmung anzunehmen gestatten,dass die Temperatur des Körpers nur nach einer Coordinate sichverändert.
Es ist nothwendig, dass man hier zwei Fälle unterscheidet,je nachdem man den wechselnden Zustand der einander folgendenTemperaturen untersucht, oder sich auf die Beobachtung des dauern-den Zustandes beschränkt, nach welchem das Ganze dieser Tempe*raturen unter den Einfluss einer beständigen Ursache hindrängt.
Das physische Elementargesetz dieser mathematischen Lehrebesteht in der Annahme, dass die Stärke der Wärmewirkung niitdem Unterschied der Temperaturen gleichmässig fällt und wächst.Die Versuche von Dulong und Petit haben festgestellt, dassdieses Gesetz, welches man Newton verdankt, nicht mehr festg e 'halten werden könne, wenn der Unterschied der Temperaturen